Ex-Ölmagnat Chodorkowski tritt in Hungerstreik
publiziert: Mittwoch, 30. Jan 2008 / 13:17 Uhr

Moskau - Aus Solidarität zu einem früheren Mitarbeiter ist der inhaftierte russische ehemalige Ölmagnat Michail Chodorkowski in den Hungerstreik getreten.

Aus Solidarität zu einem früheren Mitarbeiter ist Chodorkowski in den Hungerstreik getreten.
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Michail ChodorkowskiMichail Chodorkowski
«Ich teile Ihnen den Beginn eines Hungerstreiks mit», schrieb Chodorkowski in einer Erklärung, die sein Anwalt Juri Schmidt im Radiosender Moskauer Echo verlas.

Mit der Aktion will Chodorkowski auf die Situation des ebenfalls inhaftierten früheren Vizepräsidenten des russischen Ölkonzerns Yukos, Wassili Alexanjan, aufmerksam machen. Der an Aids erkrankte Alexanjan ist in Moskau inhaftiert und leidet dort nach Angaben von Unterstützern an einer schlechten medizinischen Versorgung.

Chodorkowski warf in seiner Erklärung den Behörden vor, Alexanjan nicht zu behandeln, um ihn selbst zu einem Geständnis zu zwingen.

«Unmögliche moralische Entscheidung»

«Ich bin mit einer unmöglichen moralischen Entscheidung konfrontiert: Verbrechen zu gestehen, die niemals passiert sind, um damit das Leben eines Menschen zu retten - zugleich aber das Schicksal unschuldiger Menschen zu zerstören, die man für meine Mittäter halten würde.»

Der ehemalige Yukos-Chef Chodorkowski war wegen Betrugs und Steuerhinterziehung 2003 verhaftet und 2005 in einem Berufungsprozess zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden, die er in einem Gefängnis in Sibirien verbüsst.

Der Yukos-Konzern war nach einem Streit um Steuerzahlungen 2005 faktisch zerschlagen und 2006 einem Konkursverwalter unterstellt worden. Beobachter vermuten hinter der Verurteilung Chodorkowskis politische Gründe.

(smw/sda)

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