Ex-Panalpina-Chef nimmt zu Finanzmanipulation Stellung
publiziert: Donnerstag, 5. Jan 2006 / 13:25 Uhr

Basel - Der zurückgetretene Chef der Logistikfirma Panalpina erhält ein Jahressalär als Abgangsentschädigung.

Er selber habe sich nichts vorzuwerfen, betonte Sidler.
Er selber habe sich nichts vorzuwerfen, betonte Sidler.
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Das sagte Bruno Sidler in einem in der «Basler Zeitung» publizierten Interview. Zur Höhe des Jahressalärs wollte er aber keine Angaben machen. Nur: «Ich kann es mir nicht leisten, einfach nichts mehr zu tun.» Sidler war während 26 Jahren bei Panalpina tätig. Er brachte das Unternehmen vor wenigen Monaten an die Börse.

Er selber habe sich nichts vorzuwerfen, betonte Sidler. Zwischen dem fehlbaren Mitarbeiter in einer Tochtergesellschaft und ihm lägen verschiedene Management-Stufen. Der Luftfracht-Manager hatte während 14 Monaten einen Verlust von 33 Mio. Fr. vertuscht.

Gravierende Manipulationen

Die Manipulationen seien gravierend, sagte Sidler. Für Panalpina stellten sie einen grossen Vertrauensverlust dar. «Diesen Fehler kann man nicht einfach gut machen, indem man ein paar untergeordneten Managern den Kopf abschlägt. Da muss der oberste Chef den Kopf hinhalten.»

Sidler nimmt aber auch die Revisionsstelle in die Pflicht: Sie hätte dies sehen müssen. Allerdings sei der inzwischen freigestellte Mitarbeiter «sehr, sehr clever vorgegangen».

(ht/sda)

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