Ex-Präsident des FC Wil muss ins Gefängnis
publiziert: Dienstag, 5. Sep 2006 / 15:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Sep 2006 / 16:23 Uhr

St. Gallen - Der Ex-Bankier und frühere Präsident des FC Wil, Andreas Hafen, muss wegen Millionen-Betrugs fünf Jahre ins Zuchthaus.

Hafen zeigte sich vor Gericht reuig und entschuldigte sich.
Hafen zeigte sich vor Gericht reuig und entschuldigte sich.
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Das St. Galler Kantonsgericht hat das Urteil der ersten Instanz im Berufungsprozess bestätigt. In einigen wenigen Anklagepunkten mit einer Deliktsumme von weniger als 70 000 Franken wurde Hafen wegen Verjährung freigesprochen. Im Übrigen wurde die Berufung des Angeklagten von der Strafkammer des Kantonsgerichts abgewiesen. Damit wurde der Schuldspruch der ersten Instanz wegen gewerbsmässigen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung bestätigt.

Die Schadenersatzforderung der Klägerin gegen Hafen von rund 51 Millionen Franken hat das Gericht gestützt. Der 44-jährige Hafen hatte am Montag im Berufungsprozess Strafmilderung beantragt. Der Verteidiger forderte eine bedingte Gefängnisstrafe von 18 Monaten wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung.

51 Mio. Franken gerafft

Der Angeklagte hatte von 1985 bis 2002 bei der Bank UBS in Weinfelden, Wil und St. Gallen gearbeitet. Als Betreuer von Firmenkunden, zuletzt im Rang eines Vizedirektors, eröffnete er ab 1991 fiktive Konten, über die er in den folgenden elf Jahren insgesamt 51 Millionen Franken ertrog.

Er fälschte Unterschriften, manipulierte Berichte und Bilanzen und sorgte mit Transaktionen zwischen den Konten dafür, dass die Kreditlimiten stets eingehalten wurden. Zudem eröffnete er heimlich Zweitkonten auf die Namen echter Kunden. Von diesen Konten zweigte er ebenfalls Geld ab.

«Ausgeklügeltes System»

Die Korrespondenz leitete er an sich selber um. Dank dieses «ausgeklügelten Systems», so die Anklage, wurde der Betrug elf Jahre lang nicht entdeckt. Erst im November 2002 flog die Sache auf, Hafen wurde verhaftet; er legte ein Geständnis ab.

Von den 51 Millionen brauchte der Angeklagte nur 1,5 Mio. Franken für sich. Elf Millionen flossen in den FC Wil, dessen Präsident er war. 38 Mio. Franken gingen als Darlehen an kleinere und mittelgrosse Unternehmen.

Hafen zeigte sich vor Gericht reuig und entschuldigte sich: «Ich verstehe heute nicht mehr, was ich damals gemacht habe», erklärte er unter Tränen. Die Geschichte nage sehr an ihm.

(fest/sda)

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