Ex-Schatzamt-Beamter im Zentrum der UBS-Affäre
publiziert: Freitag, 1. Aug 2008 / 08:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Aug 2008 / 16:15 Uhr

New York - Ein ehemals hoher Beamter des US-Schatzamts steht laut dem «Wall Street Journal» im Zentrum der Untersuchungen wegen angeblichen Kundenbetrugs mit Wertpapiergeschäften bei der UBS in den USA.

UBS hat weiter ungelöste Probleme in den USA.
UBS hat weiter ungelöste Probleme in den USA.
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Der Mann war demnach im US-Schatzamt tätig, bevor er 2004 zur UBS wechselte. Er soll einer der sieben UBS-Manager sein, welchen vom New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo Betrug vorgeworfen wird, wie die Zeitung aus Kreisen erfahren hat, die mit dem Dossier vertraut sind.

Cuomo wirft der UBS in einer Zivilklage einen Millionenbetrug vor. Die Grossbank habe Auction Rate Securities (ARS-Anleihen), bei denen der Zinssatz in kurzen Abständen in Auktionen neu festgelegt wird, auch dann noch als Alternative zu Bargeld-Anlagen verkauft, als die Auktionen wegen der Kreditkrise zu misslingen begannen.

Gleichzeitig hätten die UBS-Manager eigene ARS für 21 Millionen Dollar verkauft, erklärte Cuomo. Im Februar hielten demnach über 50'000 UBS-Kunden in den USA mehr als 25 Milliarden Dollar in den inzwischen unhandelbar gewordenen Wertschriften.

Eines ihrer Probleme in den USA konnte die UBS lösen. Mit der Generalstaatsanwaltschaft von Massachusetts, wo die Grossbank ebenfalls eine Klage am Hals hatte, einigte sie sich am Donnerstag. Sie zahlt dem Bundesstaat eine Million Dollar und kauft für 3,4 Millionen ARS-Anleihen von mehreren Städten und Gemeinden zurück.

(ht/sda)

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