Ex-Skistar Peter Müller verurteilt
publiziert: Mittwoch, 27. Jun 2007 / 10:59 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Jun 2007 / 15:06 Uhr

Luzern - Ex-Skiweltmeister Peter Müller und sein Kompagnon, ein Immobilienhändler, sind vom Kriminalgericht Luzern der Misswirtschaft schuldig befunden worden. Müllers Firma war 2001 Konkurs gegangen. Die Deliktsumme beträgt 650'000 Franken.

Peter Müller habe nicht operativ tätig sein wollen.
Peter Müller habe nicht operativ tätig sein wollen.
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Peter Müller wurde laut dem Urteil zu einer bedingten Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 120 Franken und zu einer Busse von 8000 Franken verurteilt. Der Luzerner Immobilienhändler wurde mit einer bedingten Gefängnisstrafe von 18 Monaten und einer Busse von 20'000 Franken bestraft.

Beim Prozess ging es um die Pitsch Müller Immobilien AG (PMI), die in Greppen LU vier Doppeleinfamilienhäuser baute und 2001 Konkurs ging.

Der Staatsanwalt warf den Angeklagten vor, keine Buchhaltung geführt und Misswirtschaft betrieben zu haben. Er sprach von «abenteuerlichen Verhältnissen».

Kaufmännische Schnellbleiche

Müller sagte vor Gericht, er habe nur über eine kaufmännische Schnellbleiche verfügt und nicht genau gewusst, was ein Verwaltungsrat tun müsse.

Er habe das Bauprojekt als Investition betrachtet und den Namen zur Verfügung gestellt. Er habe nicht operativ tätig sein wollen. Verwaltungsrat sei er nur wegen einer Vakanz geworden.

Beide Angeklagten gaben vor Gericht zu, Fehler gemacht zu haben. Sie verwiesen aber auch auf widrige Umstände, von denen das Bauvorhaben begleitet gewesen sei.

Der Staatsanwalt hatte für Müller eine bedingte Gefängnissstrafe von 12 Monaten und 15'000 Franken Busse gefordert. Für den Immobilienhändler verlangte er eine bedingte zweijährige Freiheitsstrafe. Die Verteidigung plädierte in beiden Fällen auf Freispruch.

(rr/sda)

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