Ex-US-Präsident Carter soll Hamas-Führung treffen
publiziert: Freitag, 18. Apr 2008 / 18:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Apr 2008 / 22:06 Uhr

Tel Aviv - Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat Bewegung in die starren Fronten zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas gebracht.

Israels Regierungschef Olmert hatte sich allerdings geweigert, Jimmy Carter zu treffen.
Israels Regierungschef Olmert hatte sich allerdings geweigert, Jimmy Carter zu treffen.
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Der israelische Handelsminister Eli Jischai bat Carter, ein Treffen mit der Hamas-Führung zu vermitteln. Jischai will die Hamas demnach um die Freilassung des seit bald zwei Jahren festgehaltenen israelischen Rekruten Gilad Schalit bitten.

Der Minister sei bereit, jeden zu treffen, der Einfluss auf eine Freilassung habe - «einschliesslich Hamas-Chef Chaled Maschaal», sagte ein Sprecher. Jischai ist Chef der orthodoxen Schas-Partei und beruft sich auf das jüdische Gebot, Gefangene zu retten.

Beendigung der Blockade

In Carters Delegation hiess es, der ehemalige US-Präsident werde das Anliegen im Gespräch mit Maschaal in Damaskus vorbringen. Das Treffen fand am Nachmittag in der syrischen Hauptstadt statt.

Hauptthemen des Gesprächs seien der im Gazastreifen entführte israelische Soldat Schalit, ein möglicher Waffenstillstand mit Israel und die Beendigung der israelischen Blockade des von der Hamas kontrollierten Gazastreifens gewesen, sagte der bei dem Treffen anwesende Hamas-Vertreter Mussa Abu Marsuk.

Olmert lehnte Treffen mit Carter ab

Zuvor hatte Carter laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Sana Syriens Präsident Baschar el Assad getroffen. Beide sprachen sich demnach für politische Lösungen im Nahost-Konflikt aus.

Israels Regierungschef Ehud Olmert lehnte es wegen der Hamas-Kontakte Carters ab, den Friedensnobelpreisträger zu treffen. Auch die US-Regierung hatte Carter für seine Gespräche mit den Extremisten scharf kritisiert. Auf palästinensischer Seite wurden dagegen Hoffnungen wach, der internationale Boykott weiche auf.

Im Westjordanland genehmigte Israel die Wiedereröffnung von 20 palästinensischen Polizeiposten. Der Schritt soll die stockenden Friedensverhandlungen mit Abbas fördern. Zugleich kündigte Israel aber den Bau weiterer hundert Wohnungen in einer Siedlung an.

(tri/sda)

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