In Deutschland spielt sich soeben eine hoch-philosophische Debatte ab, die sich in den Mantel einer Sozialhilfe-Kontroverse gehüllt hat. Die sogenannten «Hartz-IV»-Sätze, die kombinierte Sozialhilfe und Arbeitslosenversicherung in Deutschland, müssen neu berechnet werden, da sie zum Überleben zu tief angesetzt worden seien.
Nun ist der deutsche Staat ziemlich klamm und alles über der 400er-Grenze gilt als Tabu. Es wird daher nach Dingen gesucht, die wieder aus dem Mindestsatz gestrichen werden und so die Summe zurück unter diese Schallmauer bringen könnten. Speziell fiel da manchen der Posten Genussmittel auf, der «Alkohol, Tabak und Schnittblumen» beinhaltet.
Und natürlich darf und wird scheinbar berechtigt gefragt, warum der Staat für die Dekoration und den Suff von Arbeitslosen aufkommen soll. Doch man darf sich bei einem Regelsatz von €4.28.--/Tag, in dem auch die Nahrung und andere Getränke eingeschlossen sind, getrost fragen, ob ein erfülltes Suchtleben damit möglich ist.
Doch die Diskussion ist losgetreten und jeder, der sich in dieses Minenfeld der Emotionen begibt, kann damit rechnen, nicht ohne Schrammen wieder heraus zu kommen. Und trotzdem tummeln sich sehr viele darin und trampeln fröhlich auf den Sprengsätzen herum.
Diese Debatte bringt denn – auch in der Schweiz – so schöne Worte wie Sozialhilfe-Schmarotzer und Scheinarbeitslose hervor. Und der Betrug in diesen Bereichen ist ein grosses Problem, das nur allzugerne unter den Teppich gewischt wird, weil es einerseits ideologische Wunschbilder zerstört (das Proletariat ist immer ehrlich) und auch die Kompetenz der Departementschefs schlecht aussehen lässt und deshalb vielfach nicht hart genug bekämpft wird. Doch es fliessen hier Probleme an den Rändern ineinander, die eigentlich weit auseinander liegende Kerne haben.
So haben Mindestsätze nur beschränkt etwas mit denen zu tun, die bewusst betrügen. Natürlich ziehen sogar relativ tiefe Sätze Menschen an, die mit sehr wenig auskommen und denen es nichts ausmacht, in einer dreckigen Wohnung rum zu hängen und nur Junk zu essen. Doch es sind nicht jene, um die es hier gehen soll.
Es geht um Leute, die Jahrzehnte lang gearbeitet haben und weg rationalisiert werden, den 57-jährigen Facharbeiter, der im (absurderweise) in manchen Firmen immer noch grassierenden Jugendwahn entsorgt wurde, es geht um die Opfer wirtschaftlicher Ränkespiele, die danach einfach keinen Platz mehr finden, so sehr sie sich auch bemühen. Es geht um jene, die sich schämen, nicht mehr dazu zu gehören.
Wenn man dies akzeptiert hat, stellt sich die nächste Frage: Was für ein Leben soll ein solcher Mensch führen, wenn erst mal seine Ersparnisse aufgebraucht sind? Sicher, in der Schweiz findet die Debatte auf einem (finanziell) um einiges höheren Niveau statt, aber sie scheint im Moment genau so wenig zielführend sein, wie in Deutschland. Das Gezanke ist jedenfalls genau so schlimm.
Vielleicht liegt das Problem ja im in unserer Gesellschaft völlig fragmentierten Menschenbild: Auf der einen Seite die biologische Maschine, die so billig wie möglich in den Produktionsablauf eingespiesen werden soll, auf der anderen Seite die rosa-roten Wolkenkuckucksvorstellung, dass nur der rundumversorgte Mensch auch ein glücklicher Mensch sein kann. Und dazwischen der Staat, in dem diese widerstrebenden Menschenbilder aufeinander treffen.
Psychologen wissen, dass ein gewisser Anpassungsdruck Menschen antreibt, über sich hinaus zu wachsen. Doch sie wissen genau so, dass ein aus der Gemeinschaft ausgestossener Mensch verloren ist, dass Perspektivlosigkeit und ein Gefühl der Verlassenheit zu asozialem und depressivem Verhalten führt.
Vom Staat zu verlangen, diese schwierige Balance aus Respekt und Druck, aus Sicherheit und Forderung zu finden, mag mehr sein, als erwartet werden kann. Doch dies wäre es, was eine menschliche von einer unmenschlichen Gesellschaft unterscheidet. Dies wäre, was jenen eine Chance gibt, die nach einem tiefen Fall von der gesellschaftlichen Leiter erst mal wieder auf die Beine kommen müssen, um diese Leiter wieder hinauf klettern zu können, so dass sie das Leben am Rand der Gesellschaft hinter sich lassen können.
(von Patrik Etschmayer/news.ch)
Da interessiert niemand mehr genaue Zahlen.
Hauptsache am Ende des Tages kann man grossmäulig erklären man habe den Betrügern und Schmarotzern ein Schnippchen geschlagen.
Und so wird es auch heute wieder sein, nach Annahme der ALV Revision.
23:51
Respol bestätigt Ölfeld vor Rio de Janeiro23:25
Kloten-Präsident Bircher präsentiert Investorengruppe23:17
Dragovic tritt an FCB-Meisterfeier gegen Bundesrat Maurer nach23:13
Atomgespräche enden ohne Durchbruch23:09
Daniel Radcliffe amüsierte sich über Kinozuschauer23:03
Google löscht Inhalte wegen Urheberrecht22:54
Valiant schluckt Finma-Rüge22:42
Griechische Banken erhalten Unterstützung22:39
Ehepaar wegen Entführung von Baby verurteilt22:21
Finalvorstösse für Haller und das Team, Capelli erfüllt Kriterien22:10
Gemeinden dürfen «warme Betten» bewilligen- Letzte Meldungen
- Einrichter/Anlageführer
Sie arbeiten an Grossautomaten und sind für das Einrichten (Programmieren) und Bedienen dieser... Weiter - ingénieurs génie civil chefs de projets / H-F
dfgfdfg Weiter - Aide paysagiste
Mandaté par l'un de nos clients de la région, nous recherchons un/e: AIDE PAYSAGISTE... Weiter - Elektromonteur m/w
Die Anforderungen Abgeschlossene Berufslehre als Elektromonteur - einige Jahre Berufserfahrung in... Weiter - Sanitärmonteur/-in
Ihre Aufgaben Allg. Sanitärarbeiten auf den Baustellen in der Region Aarau Kesselsanierungen... Weiter - Bauzeichner/in
Für unsere Mandantin, eine im Markt bestens eingeführtes und stetig wachsendes Architekturbüro,... Weiter - Strassenbauer
Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung als Strassenbauer mit eidgenössischem Fachausweis... Weiter - Elektromechaniker für den Schalttafelbau (m/w)
Ihr Profil: Lehre als Elektromechaniker, Schalttafelbauer o.ä. Erfahrung als Schalttafelbauer Sehr... Weiter - Civil Engineer
your areas of activity project management of complex industrial buildings and construction for the... Weiter - Bauleitenden Sanitärinstallateur (m/w)
Ein vielseitiges Aufgabengebiet mit Entwicklungspotential und ein kompetentes Umfeld erwarten Sie! Weiter - Über 20'000 weitere freie Stellen aus allen Berufsgruppen und Fachbereichen.

Internetpräsenz aufbauen?
www.ersparnisse.ch www.wunschbilder.info www.raenkespiele.de www.jahrzehnte.org www.existenzminimum.eu www.mindestsatz.com www.arbeitslosen.ch www.proletariat.info www.schmarotzer.de www.perspektivlosigkeit.org www.arbeitslosenversicherung.eu
Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!

| wetter.ch | ||||||||
| DO | FR | SA | SO | MO | DI | |||
| Zürich | 11°C | 21°C | ||||||
| Basel | 12°C | 20°C | ||||||
| St.Gallen | 12°C | 22°C | ||||||
| Bern | 11°C | 25°C | ||||||
| Luzern | 15°C | 26°C | ||||||
| Genf | 13°C | 26°C | ||||||
| Bellinzona | 15°C | 32°C | ||||||
| mehr Wetter von über 6000 Orten | ||||||||
- Dragovic tritt an FCB-Meisterfeier gegen Bundesrat Maurer nach
- FCZ holt Mario Gavranovic
- Nati gegen Deutschland mit elf Legionären?
- Puel zurück an die Côte d'Azur
- Montandon bleibt in St. Gallen
- Stadt Zürich diskutiert mit Fussballfans über Umgang mit Pyros
- Aufatmen in Genf: Servette erhält Lizenz
- GC schnappt sich Aaraus Topskorer
- Rekordzuschauerschnitt trotz wenig Spannung
- Marc Zellweger tritt zurück
- Heskey auf Klubsuche
- Mehr Fussball-Meldungen
- Wie weit geht die Glaubensfreiheit?
- Neues Führungsduo
- Als die Welt noch eine Scheibe war
- Aus unserer Serie «Berühmte Messfehler der Menschheitsgeschichte»
- Europäisches Stiersein
- Europäischer Klimabericht
- Auf Kollisionskurs
- Da steht ein Tor auf dem Platz
- Tsch, tsch
- Waschechte Schweiz
- Die Schweizer Infrastruktur freut sich auf den achtmillionsten Einwohner
- Mehr Satire
- Respol bestätigt Ölfeld vor Rio de Janeiro
- Valiant schluckt Finma-Rüge
- Sonnenenergie laut Swissolar im Aufwind
- Swiss erhöht die Ticketpreise für Europa
- Lohnschere 2011 etwas weniger gespreizt
- Swisslos erwirtschaftet Rekordgewinn von 354 Millionen Franken
- Allianz Suisse steigert Gewinn im ersten Quartal
- «Gruyère»-Vereinigung wirft alt Bundesrat Joseph Deiss hinaus
- Schlappe für Goldhasen von Lindt&Sprüngli
- Bergbahnen ziehen durchzogene Bilanz
- Logitech baut bis zu 45 Stellen ab
- Weitere Wirtschaftsmeldungen
- Sonnenenergie laut Swissolar im Aufwind
- Solar Impulse startet zum interkontinentalen Flug
- Die Klima- und Nachhaltigkeitsdebatte braucht nachhaltigen Schub
- Dank Emissionshandel Ausstoss von Treibhausgasen 2011 gesunken
- Solarskilift Tenna erhält Umweltpreis
- Umwelt-Klo spült mit 0,2 Liter
- ElCom senkt Entschädigung für Wasserkraftwerke der Romande Energie
- PlanetSolar am Ziel
- Sauber-Team ist klimaneutral
- Palmöl bedroht Weltklima
- ZeroEmission-lowEx-Gebäude (Teil 2)
- Letzte Meldungen
- Apple-Boss Cook verdient am meisten in USA
- Mobile Schadsoftware wird immer raffinierter
- Wenig User bezahlen für Apps
- Google Maps fliegt bei iOS raus
- Smartphones verdrängen Handys
- Sammelklage gegen Apple zugelassen
- Neues MacBook Pro mit Retina-Display?
- Little Printer für Android und iPhone
- Updates für WhatsApp und den Adobe Flash-Player
- Stromverbrauch durch Internet übersteigt Produktion eines AKW
- WhatsApp Sniffer spioniert private Handy-Chats aus
- Letzte Meldungen
- AdA Ausbildungsleiter/in mit eidg. Diplom
- Salsa
- Gute Texte - schlechte Texte
- Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen / AdA FA-M1
- ECDL Prüfung
- ECDL Prüfung
- Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Elements
- Protokolltechnik
- Nothilfe
- Einstieg in die digitale Fotografie (Kompaktkamera)
- Weitere Seminare


































































