Experten alarmiert wegen Gesundheitsschäden durch Stahlwerk
publiziert: Dienstag, 23. Okt 2012 / 12:56 Uhr
Die meisten Todesfälle wurden in Stadtvierteln unweit der Fabrik gemeldet. (Archivbild)
Die meisten Todesfälle wurden in Stadtvierteln unweit der Fabrik gemeldet. (Archivbild)

Rom - In Italien wächst die Beunruhigung Alarm wegen der gesundheitsschädlichen Auswirkungen des umstrittenen Stahlwerks ILVA im süditalienischen Taranto. Die Sterberate der Bevölkerung der apulischen Hafenstadt liegt deutlich höher als im Rest der Region.

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Bei Männern liege sie um durchschnittlich 14 Prozent und bei Frauen um acht Prozent höher, heisst es in einer Studie des römischen Gesundheitsinstituts über die Auswirkungen der Feinstaubemissionen des Stahlwerks in den Jahren 2003-2009 hervor.

Die männlichen Bewohner der Stadt Taranto erkranken 30 Prozent häufiger an Tumoren als Einwohner im Rest der Provinz. Bei Frauen liegt dieser Prozentsatz bei 20 Prozent.

Bei den Frauen in Taranto sei die Krebsrate je nach Tumorenart zwischen 24 und 100 Prozent höher als im nationalen Durchschnitt, heisst es weiter. Bei Männern liege die Möglichkeit, in Taranto an Krebs zu sterben, um bis zu 419 Prozent höher als im Rest Italiens.

Bei Kindern sei die Todesrate im ersten Lebensjahr höher als in den anderen italienischen Regionen. Die meisten Todesfälle, die auf die Emissionen des Stahlwerks zurückzuführen seien, wurden in Stadtvierteln unweit der Fabrik gemeldet. Die Emissionen würden mehrere Metalle enthalten, die für die Gesundheit äusserst schädlich seien.

Arbeitsplätze versus Gesundheit

Das ILVA-Werk in Taranto ist eines der grössten Stahlwerke Europas. Rund 20'000 Arbeitsplätze hängen von dem Standort ab. Dort werden 9 der 28 Mio. Tonnen Stahl produziert, die jährlich in Italien hergestellt werden.

Die Richterin Patrizia Todisco hatte Ende Juli angeordnet, Teile des Werks wegen mutmasslicher schwerer Umwelt- und Gesundheitsschäden zu schliessen. Dagegen wehren sich jedoch Gewerkschaften und Arbeitnehmer.

Ein im Auftrag des Gerichts erstelltes Gutachten hatte bereits im vergangenen Jahr ergeben, dass das Werk hohe Mengen Dioxin und anderer umwelt- und gesundheitsschädlicher Stoffe freisetzt. Dies habe zu einer hohen Zahl von Krebs-, Herz- und Luftweg-Erkrankungen in der Bevölkerung und bei den Arbeitern geführt.

(knob/sda)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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