Experten fordern Kompromiss im Rechtschreibestreit
publiziert: Montag, 30. Aug 2004 / 16:24 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Aug 2004 / 16:39 Uhr

Berlin - Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung sowie andere Experten haben vor einer Spaltung der deutschen Sprache gewarnt. Gleichzeitig forderten sie einen Kompromiss im Streit um die Rechtschreibreform.

Die Diskussion um die Deutsche Rechtschreibung geht weiter.
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Dafür müsse ein Expertenrat eingesetzt werden, der seine Vorschläge bis zum Ende der bisher festgelegten Übergangszeit im Sommer 2005 ausarbeiten solle.

Verlängerung der Übergangsfrist?

Sie plädierten in der Berliner Akademie der Künste auch dafür, die Übergangszeit um ein Jahr zu verlängern, damit die Ausgeburten bürokratischer Denkweisen bei der Reform beseitigt und der Angriff auf die deutsche Sprache abgewehrt werden könnten.

Schriftsteller gegen Reform

Unterdessen bekräftigten deutschsprachige Schriftsteller wie Günter Grass, Martin Walser, Tankred Dorst, Siegfried Lenz und Elfriede Jelinek eine völlige Rücknahme der überflüssigen, inhaltlich verfehlten und sehr viel Geld und Arbeitskraft kostenden Rechtschreibreform.

Dies entspräche dem erkennbaren Willen der grossen Mehrheit der Bürger in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wäre ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Kultur.

Literaturverlage und Schulbuchkonzerne gerieten durch die Umsetzung der Neuregelung in eine komplizierte Lage, hiess es in der Erklärung der 37 Mitglieder der Akademie der Künste und der Akademie für Sprache und Dichtung in Berlin.

Die Vorschläge sehen vor, Elemente der neuen Rechtschreibung, die nicht allzu störend sind, beizubehalten und die schlimmen, unsere Sprache entstellenden Fehler zu beseitigen.

Natürlich müsse man anheimstellen zusammenschreiben dürfen, ebenso wie haltmachen. Dagegen seien Eislaufen und Eis essen ebenso wie Kennenlernen und Laufen lernen oder wohlfühlen und wohl fühlen grammatikalisch nicht das Gleiche.

Die Verdreifachung von Konsonantbuchstaben anstelle der bisherigen Beschränkung auf zwei Buchstaben (z.B. Bettuch) führe teilweise zu grotesken, die Lesbarkeit störenden Wortbildern wie Schlammmasse oder Schwimmmeister. Auch gebe es keinerlei Grund für die Kleinschreibung von Höflichkeitsformen.

(sl/sda)

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