Experten wollen Sonnenstaub-Proben retten
publiziert: Donnerstag, 9. Sep 2004 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Sep 2004 / 17:31 Uhr

Washington - Nach dem Absturz der US-Weltraumkapsel Genesis in der Wüste des US-Bundesstaates Utah haben NASA-Experten verzweifelt versucht, die kostbaren Sonnenstaubproben zu retten. ETH-Wissenschaftler sind an der Auswertung beteiligt.

Genesis war im August 2001 ins All geschickt worden.
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Die vorsichtige Bergung der Trümmerteile der Genesis-Sonde begann erst am Mittwochabend (Ortszeit), da zunächst eine Explosion des Fallschirmsystems befürchtet worden war. Der leicht beschädigte Behälter mit den Kollektoren wurde zu einem Militärflugplatz auf dem Testgelände Dugway geflogen, wie auf der Website der Weltraummission zu lesen war.

Wir haben die Proben, sie sind auf der Erde. Wir können noch immer auf ein wissenschaftliches Ergebnis dieser Mission hoffen, sagte deren Leiter Don Sweetnam. Die gute Nachricht ist, dass die Kapsel in den weichen Sand fiel und nicht zerschellt ist, sagte NASA-Abteilungsleiter Andrew Dantzler.

Kapsel abgestürzt

Die Kapsel war gestern mit 311 Kilometern pro Stunde in die Wüste südwestlich von Salt Lake City gestürzt, nachdem sich die Bremsfallschirme nicht geöffnet hatten.

Der rund 210 Kilogramm schwere und ein Meter breite Behälter in Form einer fliegenden Untertasse war beim Aufprall zerbrochen und hatte sich zur Hälfte in den Sand gebohrt. Helikopter-Stuntpiloten, die die Kapsel an ihren Fallschirmen auffangen und sicher zur Erde bringen sollten, hatte keine Chance.

Während ein Teil des Genesis-Teams nach den Ursachen für die völlig missglückte Landung forschte, bemühten sich andere Wissenschaftler, wenigstens Teile der kostbaren Fracht zu retten.

Drei Jahre im All

Die Sonde Genesis hatte auf ihrer über 213 Millionen Euro teuren Mission drei Jahre im All verbracht und 32 Millionen Kilometer zurückgelegt, um Sonnenstaub zu sammeln. Es wäre das erste ausserirdische Material, das je ausserhalb der Mondumlaufbahn gesammelt und zur Erde gebracht wurde.

Die Teilchen sollen den Forschern zeigen, wie der Sonnennebel zusammengesetzt ist, aus dem Planeten, Asteroide, Kometen und die heutige Sonne entstanden sind - die so genannte Ur-Materie. Die letzten Proben ausserirdischen Materials brachten die Astronauten der letzten US-Apollo-Mission 1972 vom Mond mit auf die Erde.

Ein Wissenschaftler-Team der ETH Zürich wollte mit einer weltweit einzigartigen Analysemethode den Sonnenstaub auf seine Zusammensetzung hin untersuchen. Auf diese Weise sollten Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems gewonnen werden, wie Rainer Wieler, Physiker und Team-Leiter, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

(bert/sda)

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