Players Championships Key Biscayne
Exploit von Michel Kratochvil - auch George Bastl weiter
publiziert: Sonntag, 26. Mrz 2000 / 09:52 Uhr

Entgegen den Prognosen verlief der dritte Tag der Players Championships auf Key Biscayne aus Schweizer Sicht: Michel Kratochvil sorgte mit dem 3:6, 7:6 (7:2), 6:3 gegen Albert Costa (Sp/13) für eine veritable Sensation und feierte damit den mit Abstand grössten Sieg seiner Karriere.

Si. Ebenfalls in der 3. Runde steht George Bastl, der Juan Carlos Ferrero (Sp) 7:6 (7:1), 6:4 schlug. Ausgeschieden ist hingegen Roger Federer, der Mariano Zabaleta (Arg) 4:6, 6:7 (7:9) unterlag.
Der Unterschied von 123 Positionen im Technischen Ranking zwischen Costa und Kratochvil war zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Gegen den elffachen Sieger von ATP-Sandplatzturnieren und Gstaad- Titelhalter diktierte der Ostermundiger die Partie und siegte absolut verdient.
Den ersten Satz hatte er dem Katalanen mit einem vermeidbaren Serviceverlust zum 3:5 (fünf Fehler, inklusive drei Doppelfehler) praktisch geschenkt. Von diesem einzigen Aussetzer liess er sich aber nicht beirren, im zweiten Satz fehlten ihm schon vor dem Tiebreak dreimal nur zwei Punkte zum Ausgleich, den Entscheidungsdurchgang gewann er dank zwei Breaks. «Ich war erstmals in diesem Turnier völlig locker und liess die Schläge gehen», zog Kratochvil ein zufriedenes Fazit.
Unabhängig vom weiteren Verlauf des Turniers darf Kratochvil hoch zufrieden sein. Bei seinem erst zweiten Auftritt in einem Hauptfeld der ATP-Tour zeigte er sich, mit wenigen Ausnahmen, abgeklärt und mental stark, über das technische Rüstzeug für einen Platz unter den Top 50 verfügt er ohnehin. Zudem bewies der Allrounder auch, dass er nicht nur auf Sand gewinnen kann, was bei der heutigen Verteilung der Turniere fundamental ist.
Sein nächster Gegner, Dominik Hrbaty (ATP 22), schaffte am Samstag den zweitschnellsten Sieg in der Geschichte der ATP-Tour. Der Slowake benötigte zum 6:1, 6:1 gegen den Belgier Christophe Rochus (ATP 87) lediglich 31 Minuten. Die beiden kennen sich aus Juniorenzeiten gut. «Das wird schwierig. Ich werde aber mit meinem hier abwesenden Coach Ivo Werner telefonieren und hoffe, dass wir die richtige Taktik finden», so Kratochvil.

Bastl mit starken Nerven
Knackpunkt beim Sieg von Bastl gegen den Dubai-Finalisten Ferrero (ATP 27) war die Schlussphase des ersten Satzes. Bastl wehrte gegen den Shooting-Star bei 5:6 mit eigenem Aufschlag drei Satzbälle hintereinander ab, anschliessend gewann er die Kurzentscheidung 7:1. Im zweiten Satz sicherte er sich den Matchgewinn mit einem Break, nachdem er bei 5:3 den eigenen Service ohne Punktgewinn verloren hatte. Mit Thomas Enqvist wartet nun der Indian-Wells-Finalist, der Jim Courier in einem kräftezehrenden Match niederrang, auf Bastl. Der bullige Waadtländer liess sich nicht dadurch stören, dass er gestern Sonntag zum dritten Mal hintereinander spielen musste (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe): «Solange man gewinnt, ist man schon noch frisch.»

Federers schwacher Tag
Nicht im Strumpf war Roger Federer im Duell zweier ehemaliger Junioren-Weltmeister. Der Baselbieter fand vor allem beim Aufschlag des Argentiniers den Rhythmus nie, er kam zu keinem einzigen Breakball. Im zweiten Satz hatte er im Tie-break bei 7:6 dennoch einen Satzball, konnte diesen aber nicht nutzen und verwertete anschliessend den dritten Matchball seines Gegners mit einem Doppelfehler gleich selber. «Dieser Abschluss war typisch für die Partie. Ich habe eher schwach gespielt. Es ist erstaunlich, dass es so knapp war», resümierte Federer, der damit die «USA-Tauglichkeit» bei den Profis noch immer nicht erbracht hat. Der Erstrunden-Sieg gegen Justin Gimelstob war der bislang einzige Erfolg des Orange- Bowl-Gewinners von 1998 in einem ATP-Tour-Hauptfeld in den USA.

Kiefer und Pierce out
Für Nicolas Kiefer (Nummer 4) und Mary Pierce (3) war die erste Partie auch gleich die letzte. Der Deutsche, der bislang bei ganz grossen Events noch nie überzeugen konnte, unterlag dem Australier Richard Fromberg 4:6, 4:6. Die Französin musste gegen Jelena Dementjewa (Russ) wegen Magenproblemen aufgeben. Von den Mitfavoriten unterlag zudem Indian-Wells-Sieger Alex Corretja (Nummer 12) gegen Jiri Novak (Tsch). Einen souveränen Einstand gaben indes die amerikanischen Titel-Hoffnungen Andre Agassi, Pete Sampras (6:1, 6:4 gegen Carlos Moya) und Lindsay Davenport.

(klei/sda)

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