Kühlung mit Meerwasser
Explosion in Fukushima - weiteres Kühlsystem ausgefallen
publiziert: Montag, 14. Mrz 2011 / 07:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Mrz 2011 / 11:55 Uhr

Tokio - Im vom Erdbeben schwer getroffenen japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist in einem weiteren Reaktor das Kühlsystem zusammengebrochen. Die Betreiberfirma teilte nun mit, dass die Temperatur mit Meerwasser gesenkt werden konnte.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die Einleitung von Meerwasser hat eine Überhitzung des Reaktors 2 im Kernkraftwerk Fukushima 1 verhindert, teilte die Betreiberfirma Tepco am Montag mit. Die Temperatur im Reaktor sei auf unter 100 Grad Celsius abgesunken, meldete die Nachrichtenagentur Jiji.

Das Kühlwasser im Reaktor war immer weiter abgesunken und drohte das Niveau der Brennstäbe zu erreichen. Damit bestand wie in zwei weiteren Reaktoren des Atomkraftwerks die Gefahr einer gefährlichen Kernschmelze. Der japanische Regierungssprecher Yukio Edano hatte vor einer solchen Situation gewarnt.

Kyodo: Wasserstoffexplosion

Am Montag ereigneten sich auch im Reaktor 3 zwei Explosionen. Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter Armeeangehörige. Nach Angaben der Regierung soll die Stahlhülle des Reaktors standgehalten haben.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo war bei dem Zwischenfall Wasserstoff explodiert. Ob es in den beschädigten Reaktoren bereits zu den befürchteten Kernschmelzen gekommen ist, war nach widersprüchlichen Angaben auch am Montag nicht bekannt.

600 Menschen blieben

Nach Angaben der Regierung erhöhten sich die Strahlenwerte im Umkreis der Anlage vorerst nicht. Die Regierung rief die Menschen auf, im Umkreis von 20 Kilometern um das Unglückskraftwerk in ihren Häusern zu bleiben. Trotz einer Evakuierungsanordnung sollen sich noch etwa 600 Menschen in dem Gebiet befinden.

Ein Etappenerfolg wurde aus dem nahegelegenen Atomkraftwerk Fukushima 2 gemeldet: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji konnten die Reaktoren 1 und 2 abgekühlt werden.

(bert/sda)

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Surreal und Grotesk
Wasserstoffexplosion - alles gar nicht so schlimm.
Die Betreiber der Atomanlage und die Regierung führen eine katastrophale Informationspolitik, die ganze Welt wird Tagelang im Ungewissen gelassen was, wo und wie genau passiert (ist).

Derweil wird bereits von den Atomlobbys dieser Welt versucht, die Sache runterzuspielen.
Bei uns könne so was nieeeee passieren, aus den Fehlern würde gelernt werden usw.

Tatsache ist: was in Japan seit nunmehr Tagen passiert, muss als schlimmster Atomunfall der Geschichte gelten. Denn hier handelt es sich nicht um veraltete Reaktoren die fahrlässig geführt werden wie in der Ukraine.
Egal wie viele Menschen noch mit welcher Dosis von Cäsium, Jod oder gar Plutonium in Berührung kommen, den Super-GAU erleben die Japaner schon seit Tagen.

Rund um die Atomanlagen wird nie mehr irgendwer irgendwas leben oder bewirtschaften können. Wahrscheinlich müssen 10'000e Menschen umgesiedelt werden. Davon spricht man momentan noch gar nicht.
Es wird eine atomare Ruine übrigbleiben die für alle Zeiten mit einem Stahlmantel umhüllt dort vor sich hin schmoren wird.
Und das mitten in einem der hochtechnologisierten Wirtschaftsmächten dieser Welt.

2 AKW's die explodieren innert Tage, das ganze wirkt geradezu surreal und grotesk!
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