Umweltsünden bei Expo
Expo-Projekt des Bundes in der Kritik der Umweltschützer
publiziert: Freitag, 30. Nov 2001 / 07:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Nov 2001 / 08:28 Uhr

Neuenburg - Der «Palais de l'Equilibre», das Expo-Projekt des Bundes für nachhaltige Entwicklung, macht beim Umweltschutz negativ auf sich aufmerksam. Unter anderem stehen Baumaschinen ohne die vorgeschriebenen Feinstaubfilter im Einsatz.

Das von der Expo-Leitung mit der Umweltkontrolle beauftragte Unternehmen Aquarius hat diese Situation scharf kritisiert.

Bereits im Mai hätten die Arbeiten für 24 Stunden eingestellt werden müssen, weil bei See-Bohrungen Zement-Milch ins Wasser geschüttet worden sei. Es sei die einzige Baustelle der ganzen Expo, die geschlossen werden musste, sagte der Umwelt-Verantwortliche Jean-Carlo Pedroli.

Er kritisiert zudem, dass sämtliches Material für den «Palais de l'Equilibre» per Lastwagen geliefert wird, während die Expo allgemein bei 70 Prozent der Materialtransporte den Zug oder das Schiff benützt.

Wegen fehlender Feinstaubfilter musste Aquarius bereits im Juli einschreiten. Von den insgesamt 184 im Einsatz stehenden Baumaschinen waren damals nur gerade drei mit Feinstaubfiltern ausgerüstet. In der Zwischenzeit wurde dieses Problem überall behoben - ausser beim «Palais de l'Equilibre».

(kil/sda)

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