Mehr als zwölf Millionen Menschen bedroht
FAO kritisiert schleppende Hilfe für Dürreopfer
publiziert: Donnerstag, 18. Aug 2011 / 19:21 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Aug 2011 / 19:51 Uhr
Schwere Dürren werden in Afrika wahrscheinlich wegen des Klimawandels zunehmen.
Schwere Dürren werden in Afrika wahrscheinlich wegen des Klimawandels zunehmen.

Rom - Die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat die schleppende Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Hungersnot in Ostafrika kritisiert. «Es ist inakzeptabel, dass heute mehr als zwölf Millionen Menschen zu verhungern drohen», sagte FAO-Chef Jacques Diouf.

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Wenn nicht mehr Geld für die Bekämpfung der Krise bereitgestellt werde, werde die Hungersnot die internationale Gemeinschaft «erneut beschämen», sagte Diouf am Donnerstag in Rom auf einer Konferenz zu der Dürrekatastrophe.

Als dringendste Soforthilfe gegen die verheerende Hungersnot am Horn von Afrika sind mindestens 130 Millionen US-Dollar notwendig, erklärten die internationalen Agrarexperten.

Mehr als zwölf Millionen Menschen seien in der Region Ostafrika inzwischen akut vom Hunger bedroht. Zu den am schwersten betroffenen Gebieten gehörten neben Somalia mit mehr als 3,5 Millionen Menschen, die dringend Hilfe brauchen, vor allem Dschibuti, Äthiopien und Kenia.

Die seit Wochen wütende Hungerkatastrophe folgt auf die schlimmste Dürre seit 60 Jahren in Ostafrika. Hohe Nahrungsmittelpreise wirkten sich ebenfalls fatal aus. Zehntausende Menschen starben bereits.

Langfristige Hilfe

Die Teilnehmer einigten sich auf Soforthilfen und Massnahmen für eine langfristige Stärkung der Landwirtschaft, um solche Hungersnöte in Zukunft zu verhindern. Das bedeute vielerorts schlicht und einfach, bereits vorhandene Hilfsprojekte zu verstärken, sagte Diouf.

Zu den wichtigsten Punkten zählten finanzielle Unterstützung armer Familien, um hohe Lebensmittelpreise abzufedern, eine bessere Versorgung von kleinen Landwirten mit Saatgut, Absicherung der Grundversorgung von Hirten, Impfungen der Nutztiere gegen Krankheiten, die Einführung von dürrebeständigerem Saatgut sowie eine bessere Speicherung und Verteilung der vorhandenen Wasserressourcen.

Die FAO hatte ihre 191 Mitgliedstaaten zu dem Treffen aufgerufen, um einen konkreten Aktionsplan gegen die Hungerkatastrophe zu beschliessen.

(bg/sda)

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