FARC-Anführer Marulanda offiziell tot
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 10:50 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 23:56 Uhr

Bogotá - Der legendäre Chef der FARC-Guerilla, Manuel Marulanda, ist nach Angaben aus den eigenen Reihen tot. Gemäss der kolumbianischen Regierung soll er bereits Ende März gestorben sein. Nun keimen Hoffnungen auf Geiselfreilassungen auf.

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Zunächst kam die Information von der kolumbianischen Regierung. Marulanda sei bereits am 26. März gestorben, erklärte Verteidigungsminister Juan Manuel Santos in Bogotá. Von Seiten der Geheimdienste hiess es, Marulanda sei an einem Herzinfarkt gestorben.

Die älteste noch aktive Guerilla-Bewegung Kolumbiens bestätigte später den Tod ihres vermutlich 80-jährigen Chefs. FARC-Kommandant Timoleón Jiménez alias «Timoschenko», sagte in einer Video-Aufzeichnung: «Der grosse Führer ist gegangen». Marulanda sei nach kurzer Krankheit gestorben.

Nachfolger Marulandas sei Alfonso Cano, der ideologische Anführer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Die Video-Botschaft wurde vom venezolanischen Sender Telesur verbreitet.

Offenbar Zugeständnisse

Nun sind ihre Anführer angeblich zur Aufgabe und zur Freilassung von Geiseln bereit, wie der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe an einer öffentlichen Veranstaltung bekanntgab. Mehrere FARC-Chefs sollen sich namentlich zur Freilassung der vor sechs Jahren entführten Politikerin Ingrid Betancourt erklärt haben.

«Die Regierung hat Anrufe erhalten, in denen bestimmte Führer der FARC mitteilten, sie wollten aufgeben und Ingrid Betancourt freilassen, wenn die Regierung ihnen Freiheit garantiert», sagte Uribe. Die FARC-Chefs sollten dann Frankreich übergeben werden. Dort könnten sie «von ihrer Freiheit Gebrauch machen».

Die FARC halten zwischen 700 und 1000 Geiseln fest. Auf Vermittlung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez liessen sie Mitte Januar die zusammen mit Betancourt verschleppten Geiseln Clara Rojas und Consuelo González frei.

Älteste Gruppierung

Marulanda alias Pedro Antonio Marin wurde vermutlich am 12. Mai 1928 geboren. Die FARC gründete er in den 1960er Jahren als marxistische Revolutionsbewegung.

Die Gruppe ist damit die älteste noch aktive Guerilla-Bewegung Lateinamerikas und zählt zurzeit etwa 17'000 Mitglieder. Sie musste in den letzten Jahren empfindliche Verluste durch das Militär und die Polizei hinnehmen.

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(ht/sda)

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