Malware-Bedrohung
FBI bittet US-Firmen um Hilfe
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 19:36 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 21:04 Uhr
Das FBI braucht nun Hilfe bei der Analyse einer Version der Malware namens «MSIL/Samas».
Das FBI braucht nun Hilfe bei der Analyse einer Version der Malware namens «MSIL/Samas».

Washington - Das FBI hat US-Firmen um Unterstützung bei der Aufklärung einer böswilligen neuen Malware-Bedrohung ersucht. Diese ist ein Ableger der Ransomware «Petya», einem sogenannten «Erpressungs-Trojaner», der Daten auf infizierten Windows-Rechnern verschlüsselt, um anschliessend ein entsprechendes Lösegeld von seinen Opfern einzufordern.

3 Meldungen im Zusammenhang
Das FBI braucht nun Hilfe bei der Analyse einer Version der Malware namens «MSIL/Samas», die nicht nur einzelne Computer, sondern gleich ganze Netzwerke lahmlegen kann.

Schwachstellen aufspüren

«Das FBI hat diesen Aufruf zur Unterstützung gestartet, weil wir herausgefunden haben, dass die Hackergruppe, die hinter MSIL/Samas steckt, ihre Anstrengungen weiter verstärkt hat, um neue Opfer zu finden», zitiert «BBC News» aus einem vertraulichen Statement der US-Behörde. Die Cyber-Kriminellen seien dazu übergegangen, ein öffentlich verfügbares Security-Programm namens «JexBoss» zu missbrauchen, um ganze Netzwerke nach Schwachstellen und anfälligen Versionen der weit verbreiteten JBoss-Software zu durchforsten. «Wenn ein schwaches System gefunden wird, startet die Malware einen Angriff, indem sie die Daten auf den Servern verschlüsselt. Sie findet und löscht zudem auch alle Back-ups, die Firmen dazu nutzen könnten, um ihre Daten wiederherzustellen», schildert das FBI.

«Ransomware ist eine sehr häufige Form von Malware, mit deren Hilfe ein Eindringling eine Zugriffs- oder Nutzungsverhinderung der Daten sowie des gesamten Computersystems erwirkt», erklärt Christian Funk, Senior-Virus-Analyst bei Kaspersky Lab, gegenüber pressetext. Private Daten würden verschlüsselt oder der Zugriff darauf verhindert. «Für eine Entschlüsselung oder Freigabe verlangen die Angreifer dann ein Lösegeld», erläutert Funk, der Anwendern zum Installieren einer aktuellen Anti-Virensoftware rät. «Ohne guten Schutz ist man solchen Angriffen als Anwender hoffnungslos ausgeliefert», weiss Funk.

Verschiedene Varianten

Im Fall der Petya-Ransomware haben IT- und Sicherheitsfirmen bereits mehrere verschiedene Varianten entdeckt, die allesamt eine ernsthafte Bedrohung darstellen. «Wir konnten eine breite Angriffskampagne auf Firmen im Gesundheitswesen beobachten», heisst es etwa von Cisco. In frühen Versionen sei den Opfern ein Lösegeld von einem Bitcoin (rund 368 Euro) pro infiziertem Rechner angeboten, später sei dieses dann aber auf 1,5 Bitcoins (552 Euro) angehoben worden.

Laut den Experten von Trend Micro wird die Schadsoftware oft sogar in E-Mails versteckt, die wie eine Jobbewerbung aussehen. «Der Lebenslauf, der bei diesen Nachrichten angehängt ist, ist dann ein getarntes Programm, dass die Ransomware startet», beschreibt Trend-Micro-Forscher Jasen Sumalapao die Vorgehensweise. Auch hier wird ein Lösegeld von 0,9 Bitcoins (rund 331 Euro), verlangt, um die Daten wieder freizuschalten.

(cam/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Los Angeles - Die US-Bundespolizei FBI ist ohne die Hilfe von Apple in das iPhone des Attentäters von San Bernardino eingedrungen. ... mehr lesen
FBI hat das iPhone entschlüsselt. (Symbolbild)
Los Angeles - Apple bekommt die versprochene breite Unterstützung aus der Tech-Industrie im Streit mit der US-Regierung um die ... mehr lesen
Mehrere Unternehmen stärken Apple den Rücken.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener ...
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche neuerdings dank eines Location-Features der Agentur Copley Advertising direkt ausfindig und bombardieren sie mit entsprechenden Botschaften. mehr lesen 
Ransomware wird immer populärer - ESET-Ratgeber gibt Privatanwendern & Unternehmen Tipps an die Hand  Der europäische Security-Software-Hersteller ESET veröffentlicht einen kostenfreien Leitfaden zum Schutz vor heimtückischen Erpressungs-Trojanern wie TeslaCrypt oder CryptoLocker. mehr lesen  
Cybercrime-Ansatz probiert geklaute Login-Daten auf Banking-Seiten  Wenn User das gleiche Passwort bei verschiedenen Web-Angeboten nutzen, kann sich das bitter rächen. Denn mittlerweile gibt es Botnetze, die sich genau diesen Leichtsinn zunutze machen. mehr lesen  
Skandal um US-Promis  Los Angeles - Ein 36-jähriger US-Amerikaner, der sich illegal Zugang zu E-Mail-Konten von Promis verschaffte, hat sich am Dienstag vor einem Gericht in Harrisburg (US-Staat Pennsylvania) schuldig bekannt. Dem Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 19
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Digitale Zertifikate der wichtigsten Anbieter zu Top-Preisen: SSL, Code ...
GlobalProtec GmbH
Route de la Gravière 18
1782 Cormagens
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 10°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 14°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Genf 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten