Über 5 Millionen Franken fehlen
FC Luzern steckt in der Schuldenkrise
publiziert: Montag, 29. Okt 2001 / 15:04 Uhr

Luzern - «Der FC Luzern ist ein schwer kranker Patient», sagte Jules Häfliger an der Bilanz-Pressekonferenz des Vereins FC Luzern. Diagnose: Ein Finanzloch von über fünf Millionen Franken tut sich gähnend auf.

Der Verwaltungsrats-Präsident der FC Luzern AG stellt sich heute Dienstagabend an der 100. Generalversammlung zur Wahl als Vereinspräsident und bringt eine komplett neue siebenköpfige Vorstandscrew mit. Wichtigste Aufgabe der neuen Verantwortlichen: Den mit 1,2 Millionen Franken verschuldeten Verein zu sanieren, damit eine neue Nationalliga-Lizenz erlangt werden kann.

Der Verein FC Luzern betrieb in der Saison 2000/01 lediglich Vergangenheits-Bewältigung. Alle relevanten Positionen in der Jahresrechnung des Vereins (ohne Profibetrieb) wurden gestern Montag mit Rechtsstreitigkeiten, Anwaltshonoraren und Rückstellungen für hängige Gerichtsverfahren begründet. So kam ein Betriebsverlust von 490'000 Franken zu Stande, der die Verschuldung auf 1,2 Millionen Franken hochschnellen liess. Doch das ist lediglich das kleinere Übel der ganzen FCL-Misere. Die FC Luzern AG, die für den Profibetrieb zuständig ist und ihre Bilanz erst im Laufe des Novembers präsentieren wird, wartet mit einem Verlust von über 4 Millionen Franken auf.

Weil die Nationalliga bei der Lizenz-Erteilung beide Bilanzen kumuliert, benötigt der FCL bis Ende Jahr rund 5 Millionen zum Überleben. Eine Rettung ist wohl nur durch einen Konkurs der AG möglich. Welche rechtlichen und sportlichen Konsequenzen sich daraus ergeben werden, wird sich weisen. Lösungsvorschläge sind bis dato noch nicht spruchreif und dürften an der heutigen 100. GV des Fussballclubs Luzern nicht präsentiert werden.

Die Vereinsmitglieder können mit ihrer Stimme lediglich der abtretenden, nur noch dreiköpfigen Vorstandscrew Décharge erteilen und ihr Vertrauen in die Hände der neuen Clubleitung legen. Damit die Verschuldung des Vereins auf die vom Verband geforderten 800'000 Franken gebracht werden kann, lanciert Jules Häfliger einen Kalenderverkauf und eine Super-Tombola.

(bb/sda)

 
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