FC Zürich: Tristesse statt Euphorie
publiziert: Montag, 28. Sep 2009 / 00:01 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Sep 2009 / 10:55 Uhr

Statt Euphorie herrscht im FC Zürich Enttäuschung und Ratlosigkeit. Nach dem 1:2 gegen Xamax findet sich der Meister im Tabellenmittelfeld der Axpo Super League wieder. Es ist eine spielerische und mentale Krise, sagte Trainer Bernard Challandes.

6 Meldungen im Zusammenhang
Sie träumten im FCZ von goldenen Herbsttagen. Die erstmalige Champions-League-Teilnahme erfüllte das Umfeld mit Stolz. Der Schweizer Meister hatte auf dem Weg nach oben die nächste Stufe genommen.

Im dunklen Loch der ASL

Doch während sich die Zürcher bis in die Adventszeit fast jede zweite Woche im grellen Scheinwerferlicht der Königsklasse präsentieren dürfen - das nächste Mal am Mittwoch gegen Milan - sind sie in der Axpo Super League in ein dunkles Loch gefallen. 13 Punkte Rückstand auf Leader YB -- seit GC in der Saison 2003/2004 ist kein Meister nach elf Runden so schlecht dagestanden.

Trainer Bernard Challandes wirkte ratlos, als er den erneuten Fehltritt erklären wollte. «Es fehlt die Konsequenz im Spiel, die Verbissenheit im gegnerischen Strafraum», sagte der Romand. Zwar hatte der Coach nach der Pause «einige interessante Aktionen von uns» gesehen.

«Vom Auftritt der ersten Halbzeit bin ich sehr enttäuscht.»

Doch kann dies den Ansprüchen eines Meisters und Champions-League-Teilnehmers genügen? In einem Heimspiel der Axpo Super League? Wenn der rot-schwarze Gegner nur Xamax, aber noch nicht Milan heisst?

Natürlich nicht. Denn Challandes hatte auch gesehen, wie schlecht die Mannschaft ins Spiel gegangen war. «Vom Auftritt der ersten Halbzeit bin ich sehr enttäuscht.» Dabei hätte sich der Coach gerade zu Beginn des Spiels einen FCZ mit Tempo und vor allem mit viel Herz gewünscht.

Nach der Demaskierung vom letzten Mittwoch in Bern (0:3) wäre eine Reaktion von der ersten Minute an unabdingbar gewesen. Doch die zeigte der FCZ nicht. «Einige Spieler sind nicht in Form, andere sind mental müde», so Challandes. Richtig ist wohl, dass bei den meisten beides zusammenkommt.

Wenige Alternativen

Challandes ist nicht zu beneiden, wenn er davon spricht, «schnell Lösungen finden» zu müssen. Viele Alternativen hat er nicht. Nicht in der Abwehr, wo gegen Xamax erstmals das Innenverteidiger Duo aus der Meistersaison, Hannu Tihinen und Heinz Barmettler, gemeinsam auflief.

Nicht im Sturm, wo nach dem schweren Unfall von Eric Hassli (Bruch des Schienbeins) und der Erkrankung von Alexandre Alphonse (Magenprobleme, Erbrechen) die Spieler für das Sturmzentrum fehlen.

Immerhin hoffen sie, dass Alphonse bis zum Spiel am Mittwoch in Mailand wieder gesund ist. Bis Hassli wieder dabei ist, dauert es ein halbes Jahr. Für den FCZ ist zu hoffen, dass bis dann nur für Eric Hassli der (Herbst-)Traum zum Trauma geworden war.

(Stefan Wyss, Zürich/Si)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Personalsituation beim FC Zürich ... mehr lesen
Alexandre Alphonse ist wieder einsatzfähig.
Almen Abdi verlässt den FC Zürich Ende Saison ablösefrei.
Almen Abdi verlässt den FC Zürich ... mehr lesen
Der FC Zürich ist vom Weg ... mehr lesen
Zürichs Dusan Djuric am Boden.
Enttäuschung bei Trainer Bernard Challandes.
Die Stimmen der Coaches und einiger Spieler zum Spiel. mehr lesen
Mit einem beherzten Auftritt in der ... mehr lesen
Florian Stahel gegen Cristiano Ronaldo.
Weitere Artikel im Zusammenhang
FCZ Präsident Ancillo Canepa spricht mit Real Madrid's Emilio Butragueno und Trainer Manuel Pellegrini.
Der FC Zürich gibt heute Abend ab 20.45 Uhr im Letzigrund gegen Real Madrid seinen Einstand in der Champions League. mehr lesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Basel 7°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
St. Gallen 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Bern 7°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Luzern 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten