FCZ mit zwei Siegen zum Titel?
publiziert: Montag, 11. Mai 2009 / 21:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Mai 2009 / 01:52 Uhr

Gewinnt der FC Zürich die nächsten zwei Spiele, ist er vorzeitig Schweizer Meister. Nur mit zwei Siegen kann der FC Basel das Titelrennen offen halten. Das Fernduell geht morgen in die nächste Runde.

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Die viertletzte Runde der Axpo Super League bietet Potenzial für eine Vorentscheidung im Titelkampf. Während Leader Zürich beim abgeschlagenen Punktelieferanten Vaduz gastiert, empfängt der angeschlagene Verfolger Basel den sich heftig gegen den Abstieg wehrenden FC Luzern.

Büsst der FCB in dieser Wochentagsrunde weiter Terrain auf den FCZ ein, könnte schon am Wochenende in der Direktbegegnung im Letzigrund die Entscheidung fallen.

Der FC Basel in der Defensive

Mögliche Szenarien gibt es viele. Klar ist einzig: Gewinnt der FCZ seine nächsten zwei Spiele, dann steht er am Sonntag vorzeitig als neuer Meister fest - egal, welches Ergebnis der FCB morgen Abend gegen Luzern erreicht. Sollte der FCB gegen Luzern verlieren, würde den Zürchern am Sonntag im Direktduell schon ein Unentschieden zum Titelgewinn reichen, wenn sie selber morgen in Vaduz gewinnen. Auch bei einem heutigen Unentschieden der Basler würde dem FCZ am Sonntag wohl ein Remis zum Titelgewinn genügen.

Er hätte dann vor den beiden ausstehenden Runden ein Polster von sechs Punkten auf die Basler und würde auch eine um mindestens 13 Treffer bessere Tordifferenz mitbringen.

Basler Durchhalte-Parolen

Im Titelrennen der beiden Meister der letzten fünf Jahre spricht momentan sehr viel für den FC Zürich - auch weil viele glauben, Titelverteidiger Basel sei in der entscheidenden Phase der Treibstoff ausgegangen.

«Die Luft ist noch lange nicht draussen!» widerspricht dem FCB-Trainer Christian Gross. «Natürlich läuft nicht alles rund. Natürlich haben wir schon stärkere Leistungen gezeigt und demzufolge auch bessere Resultate geliefert. Aber der Mensch wächst am Widerstand.»

«Wir wissen alle, was es geschlagen hat», sagt Gross weiter. Es seien noch zwölf Punkte zu gewinnen, und die wolle man auch holen. Die Tendenz in den letzten Spielen zeigt zwar in eine andere Richtung, mit dem 1:3 am Samstag in Aarau als Tiefpunkt. Doch mit dem Direktduell im Letzigrund vor Augen ist den Baslern alles zuzutrauen, auch wenn sie aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden können.

Bonuspunkte für Luzern

Gross zollt dem heutigen Gegner nach dessen Aufholjagd grossen Respekt und traut ihm gar eine Rettung ohne Barrage-Teilnahme zu. Dafür sei jedoch ein Punktgewinn im St.-Jakob-Park nötig, und deshalb würden morgen Abend auch die Innerschweizer unter Druck stehen.

FCL-Trainer Rolf Fringer, dessen Vertrag am letzten Wochenende unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlängert worden ist, sieht dies ein wenig anders. Punktgewinne bei den Spitzenteams sind für ihn kein Muss, sondern willkommener Bonus. Dergestalt locker wurde am Samstag auch das Remis im Letzigrund erreicht.

Vaduz am Abgrund

Während die Innerschweizer also weiter vom direkten Ligaerhalt träumen dürfen, wird die Luft beim FC Vaduz immer dünner. Verlieren die Liechtensteiner morgen gegen den FCZ - und das taten sie in den letzten drei Aufeinandertreffen ausnahmslos, zum Teil deutlich (1:7 und 0:5) und mit nur einem einzigen eigenen Torerfolg -, dann steht ihr Abstieg fest, falls Sion übermorgen gegen die Young Boys mindestens ein Unentschieden erreicht.

Vaduz hätte dann drei Runden vor Schluss mindestens neun Punkte Rückstand auf Sion und Luzern und die klar schlechteste Tordifferenz.

Cupfinal-Hauptprobe in Bern

Angesichts des Fernduells der beiden verbliebenen ernsthaften Titelanwärter rücken die übrigen Partien der 33. Runde in den Hintergrund. Eine gewisse Brisanz beinhaltet noch die Partie zwischen YB und Sion, die unter dem Titel «Cupfinal-Hauptprobe» in Szene geht.

Zwischen den Grasshoppers und Aarau steht Rang 4 im Mittelpunkt, der bei einem Cupsieg von YB zur Teilnahme an der neuen Europa League berechtigen würde. Neuchâtel Xamax könnte mit einem Heimsieg gegen Bellinzona den wohl entscheidenden Schritt ans rettende Ufer tun.

Die Spiele der 33. Runde:

Basel - Luzern (Direktduelle dieser Saison: 2:0, 1:5, 2:1)
Anspielzeit: Dienstag, 19.45 Uhr. - Abwesend: Frei (gesperrt), Carlitos, Chipperfield, Derdiyok, Hodel und Marque (alle verletzt); Kukeli, Lambert, Tchouga und Wiss (alle verletzt). - Statistik: Der FCB hat aus den letzten zwei Spielen gegen Sion und Aarau nur einen Punkt geholt. Der FCL benötigt weitere Punkte, um der Barrage-Teilnahme zu entgehen, und möchte den Punktgewinn beim FCZ wiederholen.

Vaduz - Zürich (1:7, 0:1, 0:5)
Dienstag, 19.45 Uhr. - Abwesend: Haman, Senna (beide gesperrt), Dzombic, Mea Vital, Nickenig, Polverino, Rivaldo (alle verletzt), Brezny (fraglich) und Reinmann (rekonvaleszent); Abdi, Aegerter (beide gesperrt), Barmettler, Stahel und Tarchini (alle verletzt). -- Statistik: Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Null Punkte und nur ein einziges Tor erreichte Vaduz diese Saison gegen den Leader. Die Liechtensteiner haben sich offensichtlich mit dem Abstieg abgefunden. «Wir wollen uns anständig aus der Super League verabschieden», steht auf der Homepage des FC Vaduz geschrieben.

Grasshoppers - Aarau (0:0, 0:1, 3:0)
Mittwoch, 19.45 Uhr. - Abwesend: Salatic, Schultz, Zarate (alle gesperrt), Bobadilla und Smiljanic (beide verletzt); Ianu (gesperrt), Rogerio und Schaub (verletzt). - Statistik: GC liegt fünf Punkte vor Aarau. Beide Teams landeten am Wochenende überraschende Vollerfolge. Platz 4 bleibt interessant für eine Europacup-Teilnahme, falls YB in einer Woche den Cupfinal gewinnt. Mit einem Sieg hätte GC dieses Rennen wohl für sich entschieden.

Neuchâtel Xamax - Bellinzona (2:1, 3:3, 0:2)
Mittwoch, 19.45 Uhr. - Abwesend: Taljevic (falls Rekurs gegen drei Spielsperren abgelehnt wird), Bah, Furios, Rossi (alle verletzt) und Szlykowicz (intern suspendiert, nachdem er dem Training unentschuldigt ferngeblieben ist); Siqueira-Barras (gesperrt), Thiesson und Zotti (beide verletzt). -- Statistik: Bellinzona vermochte in zwölf Versuchen in Neuenburg noch nie zu gewinnen. Die Tessiner sind jedoch im Hoch und gewannen zuletzt drei Spiele in Folge. Xamax könnte sich mit einem Heimsieg praktisch in Sicherheit bringen.

Young Boys - Sion (1:2, 5:0, 3:2)
Mittwoch, 19.45 Uhr. - Abwesend: Ghezal, Regazzoni, Schneuwly (alle gesperrt) und Doubai (verletzt); Fermino (gesperrt). - Statistik: Hauptprobe für den Cupfinal in einer Woche. Für Sion geht es aber um viel mehr. Die Barrage-Teilnahme wird bei einer Niederlage immer wahrscheinlicher.

Rangliste:
1. Zürich 70. 2. Basel 66. 3. Young Boys 61. 4. Grasshoppers 45. 5. Aarau 40. 6. Bellinzona 39. 7. Neuchâtel Xamax 34. 8. Luzern 31. 9. Sion 30. 10. Vaduz 22.

(tri/Si)

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