FCZ wird wieder Meister, Schaffhausen steigt ab!
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 00:05 Uhr

Fünf Runden sind in der Axpo Super League noch zu spielen, die Spannung nähert sich gleich an drei Fronten dem Siedepunkt. Der Titelkampf, das Rennen um die Europacup-Plätze und der Fight um den Ligaerhalt werden wohl erst mit dem allerletzten Schlusspfiff entschieden sein.

Gibt es in Zürich dieses Jahr wieder eine Meisterfeier?
Gibt es in Zürich dieses Jahr wieder eine Meisterfeier?
Wer nicht so lange warten will, dem kann eine am Computer errechnete Schlussrangliste bereits jetzt präsentiert werden. Als Ersatz für die noch ausstehenden Partien wurden die Resultate der identischen Begegnungen aus der Herbstrunde eingesetzt.

Die Ergebnisse hätte Erfreuliches für Titelverteidiger Zürich, St. Gallen und Aarau zur Folge und würde demgegenüber die Anhänger von Basel, Sion und Schaffhausen in eine tiefe Depression stürzen.

Sechs Punkte Vorsprung

Der FCZ würde nach dieser Rechnung das Titelrennen in der Schlussphase noch klar für sich entscheiden und am Ende sechs Punkte vor dem FCB liegen (ausstehendes Schiedsgerichtsurteil im Fall Muntwiler nicht berücksichtigt).

St. Gallen würde Sion noch abfangen und mit einem Punkt Vorsprung den 4. Platz übernehmen, der im Falle eines Cupsieges des zweitplatzierten Basel zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigen würde. Die Aarauer schliesslich könnten Schaffhausen noch abfangen und um zwei Zähler distanzieren. Sie könnten dann in der Barrage gegen den Zweiten der Challenge League versuchen, den Ligaerhalt sicherzustellen.

Der FC Schaffhausen wäre der Verlierer in diesem (fiktiven) Computerspiel. Das Team von Marco Schällibaum würde zwar in den kommenden Spielen gegen Basel (4:2-Heimsieg im Herbst) und Zürich (1:0-Auswärtserfolg) das Titelrennen mit zwei überraschenden Siegen offenhalten, sich danach aber gegen St. Gallen (1:3), Aarau (0:1) und Thun (0:1) drei Nuller leisten und absteigen.

Nur vier Punkte für FCB

Der FC Basel müsste für den schwachen Herbst büssen, als er gegen die fünf noch ausstehenden Gegner lediglich vier Punkte geholt hatte. Einzig Aufsteiger Luzern war im Herbst mit nur drei Zählern noch schwächer gewesen als der FCB. Am meisten Punkte hatte im Herbst der FC Thun gegen die noch verbleibenden Gegner geholt (10). Knapp dahinter folgten Aarau, St. Gallen und der FCZ mit je 9 Zählern.

Wie nahe die Computerrechnung den tatsächlichen Ergebnissen kommt, wird sich am Saisonende zeigen. Die Tendenzen dieses Frühlings sprechen gleich in mehreren Fällen für einen anderen Verlauf der Schlussphase. Der FCB hat in den 13 Spielen dieses Frühlings bereits mehr Zähler (31) gewonnen als in allen 18 Partien der Herbstrunde (30) zusammen.

Auch Aarau (Frühling 11/Herbst 10) und Thun (14/14) werden das Herbsttotal übertreffen. Der FCZ dagegen hat bisher, ohne die Punkte für die Forfaitsieg gegen St. Gallen, erst die Hälfte seines Punktetotals des Herbstes (40) erreicht. Auch GC (17/31), Sion (18/32) und St. Gallen (18/32) liegen deutlich unter ihren starken Herbstbilanzen.

Favres Erklärung

Der FCZ-Trainer Lucien Favre kennt den Grund für das resultatmässige Nachlassen seines Teams: «Gegen Saisonende agieren die meisten Teams nur noch mit einem Stürmer und sind entsprechend defensiver eingestellt. Das bekamen wir diesen Frühling extrem zu spüren.» Das ist nicht mehr als logisch. Gegen Schluss der Meisterschaft wird um jeden Punkt doppelt gefightet -- vor allem, wenn noch an allen Fronten Hochspannung herrscht.

Die fiktive Schlussrangliste (ergänzt mit den Ergebnissen der identischen Partien aus der Herbstrunde):
momentane / hinzukommende Punkte / Zähler Total
1. Zürich 62 9 71
2. Basel 61 4 65
3. Young Boys 53 8 61
4. St. Gallen 49 9 58
5. Sion 50 7 57
6. Grasshoppers 48 7 55
7. Thun 28 10 38
8. Luzern 32 3 35
9. Aarau 21 9 30
10. Schaffhausen 22 6 28

Die Partien der 32. Runde:

Aarau - Zürich (Letzte Duelle: 2:2, 0:4, 0:3). -- Anspielzeit: Mittwoch, 19.45 Uhr. -- Abwesend: Carreño und Hima (beide gesperrt), Colomba, Greco und Sermeter (alle verletzt); Dzemaili, Eudis, Kollar, Santos, Schneider und Stanic (alle verletzt). -- Fraglich: Rogerio (Sprunggelenk); Keiner. -- Bemerkungen: Aarau wartet seit fünf Runden auf einen Sieg, und der Verein erlebt jetzt auch noch eine interne Krise auf höchster Ebene. Die letzten vier Heimspiele gegen den FCZ vermochte Aarau nicht zu gewinnen. Auch der FCZ ist in den letzten drei Spielen sieglos geblieben.

Grasshoppers - Sion (1:1, 2:2, 0:0). -- Mittwoch, 19.45 Uhr. -- Abwesend: Langkamp, Rinaldo, Ristic und Sutter (alle verletzt); Chedli, Di Zenzo, Pinto (alle verletzt). -- Bemerkungen: Die Walliser tun sich mit Zürcher Vereinen in dieser Saison schwer. Sowohl gegen GC als auch gegen den FCZ blieb Sion in sieben Spiele ohne Vollerfolg. Und im Hardturm bekunden die Walliser ohnehin Mühe. Von 52 Spielen gewannen sie nur gerade acht. Der letzte Sieg datiert vom 20. Oktober 2001.

Schaffhausen - Basel (0:0, 4:2, 0:3). -- Mittwoch, 19.45 Uhr. -- Abwesend: Geiser (gesperrt), Da Silva und Fabinho (beide verletzt); Ergic (verletzt). -- Fraglich: Tarone; Keiner. -- Bemerkungen: Die Schaffhauser haben in diesem Frühjahr erst einmal gewonnen und sind seit vier Runden sieglos. Der FCB dagegen hat dieses Jahr in 15 Spielen noch nie verloren. Beim letzten Auftritt auf der Breite kassierten die Basler allerdings eine 2:4-Niederlage.

St. Gallen - Thun (1:3, 1:2, 2:0). -- Mittwoch, 19.45 Uhr. -- Abwesend: Garat, Gjasula, Malenovic und Mendez (alle gesperrt) sowie Callà (verletzt); Ferreira (gesperrt). -- Fraglich: Maric und Muntwiler; Keiner. -- Bemerkungen: Gleich auf vier gesperrte Spieler muss St. Gallens Trainer Rolf Fringer verzichten. Ob es da nach zehn sieglosen Spielen wieder einmal zu einem Vollerfolg reicht? Die Thuner haben in acht Versuchen im Espenmoos erst zweimal gewonnen. Zuletzt setzte es jedoch einen 2:1-Erfolg für die Berner Oberländer ab.

Young Boys - Luzern (1:1, 1:3, 3:2). -- Mittwoch, 19.45 Uhr. -- Abwesend: Varela und Yakin (beide gesperrt), Aziawonou und Frimpong (beide verletzt); Fabian Lustenberger und Mettomo (beide verletzt). -- Bemerkungen: YB ist seit elf Runden ungeschlagen und hat heuer im Stade de Suisse nur das Startspiel gegen den FCB (0:3) verloren. Die Luzerner dagegen haben auswärts diese Saison nur gerade ein Spiel gewonnen.

Rangliste (je 31 Spiele):
1. Zürich 62. 2. Basel 61. 3. Young Boys 53. 4. Sion 50. 5. St. Gallen 49. 6. Grasshoppers 48. 7. Luzern 32. 8. Thun 28. 9. Schaffhausen 22. 10. Aarau 21.

(smw/Si)

 
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