Reaktionen zum Nein zur Waffeninitiative
FDP-Präsident Pelli: «Schweizer Volk fühlt sich frei»
publiziert: Sonntag, 13. Feb 2011 / 15:07 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Feb 2011 / 15:52 Uhr
FDP-Präsident Fulvio Pelli: Schweizer wollen selber entscheiden können, wie mit der Waffe umzugehen ist.
FDP-Präsident Fulvio Pelli: Schweizer wollen selber entscheiden können, wie mit der Waffe umzugehen ist.

Bern - Für FDP-Präsident Fulvio Pelli hat sich das Schweizer Stimmvolk mit seinem Nein zur Waffeninitiative für die Eigenverantwortung und gegen die staatliche Bürokratie ausgesprochen. Die Befürworter der Initiative sehen trotz der Niederlage Erfolge.

6 Meldungen im Zusammenhang
Pelli zieht die Erkenntnis aus dem Abstimmungsresultat, «dass sich die Schweizerinnen und Schweizer frei fühlen und selber entscheiden wollen und können, wie mit der Waffe umzugehen ist», wie er auf Nachfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Der CVP-Präsident Christophe Darbellay zeigte sich erleichtert über die deutliche Ablehnung der Waffeninitiative. Aus seiner Sicht hat sich das Stimmvolk nicht von «emotionalen Argumenten der Linken» täuschen lassen und damit seine Reife unter Beweis gestellt.

Als Bekenntnis zur Milizarmee und der Schützentradition in der Schweiz wertet SVP-Präsident Toni Brunner die deutliche Ablehnung der Waffeninitiative. «Der freiheitliche Bürger hat obsiegt», sagte der St. Galler Nationalrat der Nachrichtenagentur SDA.

«Das Schweizer Volk lässt sich nicht entwaffnen.» Mit diesen Worten kommentiert der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler die Ablehnung der Waffeninitiative. Der Co-Präsident des Nein-Komitees zeigt sich vor allem über die Deutlichkeit des Resultats erfreut.

Grüne: Gegner mit «Mythos des bewaffneten Schweizers» erfolgreich

Die Gegner der Waffeninitiative hätten erfolgreich den Mythos des bewaffneten Schweizers heraufbeschworen, schreiben die Grünen in einer Reaktion auf das Volks-Nein. «Auch, um die millionenschwere Subventionierung der Schützenvereine zu erhalten.»

Damit hätten die Initiativgegner insbesondere auf dem Land Zustimmung gefunden. Das Abstimmungsergebnis in den grossen Städten sowie in der Westschweiz zeigten aber, dass «eine Werteverschiebung im Gang sei». Weg vom Schutz der Landesgrenze und hin zum Schutz der Familie, des Individuums und der Umwelt.

alliance F: Erfolge trotz Niederlage

Trotz deutlicher Ablehnung streicht Rosmarie Zapfl, Präsidentin der Frauenorganisation alliance F, die Erfolge der Waffeninitiative hervor: Viele Forderungen seien über Anpassungen der Gesetze in den letzten Jahren erfüllt worden, hielt sie fest.

Bei Einreichung sei es praktisch unmöglich gewesen, die Armeewaffe im Zeughaus zu lagern, sagte Zapfl der Nachrichtenagentur SDA. Heute sei dies möglich und zudem erhielten die Soldaten die Taschenmunition nicht mehr nach Hause. «Wir haben viel erreicht.» Zu den Erfolgen zählt sie auch die Eignungsprüfung für Rekruten.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bundesrätin Simonetta Sommaruga will auf das Abstimmungsergebnis reagieren.
Bern - Für Justizministerin ... mehr lesen 24
Bern - Die Gegner der Waffeninitiative werten deren deutliche Ablehnung als ... mehr lesen
«Das Schweizer Volk lässt sich nicht entwaffnen», so Jakob Büchler von der CVP.
Klar abgelehnt.
Bern - Soldaten und Offiziere dürfen ihre Ordonnanzwaffen weiterhin nach Hause mitnehmen. Volk und Stände lehnten die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» klar ab. ... mehr lesen
Bern - Trotz deutlicher Ablehnung streicht Rosmarie Zapfl, Präsidentin der ... mehr lesen
Frauenorganisation alliance F: «Wir haben viel erreicht.»
Weitere Artikel im Zusammenhang
Josef Lang von den Grünen/ZG.
Bern - Nationalrat Jo Lang (Grüne/ZG) will als Vertreter des Initiativkomitees «Für den Schutz vor Waffengewalt» noch nicht von einem klaren Volksverdikt gegen die Initiative ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Herbert Huser ist Präsident der St.Galler SVP.
Herbert Huser ist Präsident der St.Galler SVP.
Los muss entscheiden  St. Gallen - Der gescheiterte St. Galler SVP-Regierungsratskandidat Herbert Huser kann doch noch auf einen Verbleib im Kantonsparlament hoffen. Nach einer Korrektur der provisorischen Endergebnisse kommt Huser auf gleich viele Stimmen wie sein Konkurrent. Das Los muss entscheiden. mehr lesen 
Nun müssen Lösungen her  Bern - Nach dem äussert knappen Nein zur CVP-Initiative für die Abschaffung der Heiratsstrafe sind sich ... mehr lesen  
Das grösste Hindernis für gerechte Steuern sollen die schlechten Aussichten der Bundesfinanzen sein.
Ausland lobt Gegner  Bern - Das Nein zur Durchsetzungsinitiative der SVP hat europaweit Wellen geworfen. Die SVP habe mit der Initiative den Bogen überspannt und die Quittung erhalten, so das Urteil europäischer Medien. Selbst der deutsche Justizminister äusserte sich - und Edward Snowden. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 16°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 17°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 16°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 16°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 17°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 28°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten