FDP Zürich nominiert nur Ruedi Noser
publiziert: Mittwoch, 18. Aug 2010 / 15:59 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Aug 2010 / 21:38 Uhr

Zürich - Die FDP des Kantons Zürich schickt den 49-jährigen Nationalrat Ruedi Noser ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Damit will der Zürcher Freisinn seinen Anspruch bekräftigen, nach über 20 Jahren wieder einen Bundesrat zu stellen.

Die FDP Kanton Zürich schickt den Nationalrat Ruedi Noser ins Rennen.
Die FDP Kanton Zürich schickt den Nationalrat Ruedi Noser ins Rennen.
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Noser hatte sein Interesse bereits am vergangenen Freitag bekannt gegeben. Der Parteivorstand habe sich am Mittwoch einstimmig dafür ausgesprochen, ihn ins Rennen zu schicken, sagte Beat Walti, Präsident der FDP Kanton Zürich, vor den Medien. Noser entspreche dem Wunschprofil der Zürcher FDP für einen Bundesrat.

«Er gehört einer jüngeren Generation an und verfügt über reiche, unternehmerische und politische Erfahrung», sagte Walti. Sein Alter hob Noser dann auch als einer der wenigen Unterschiede zum Berner Bundesratskandidat und FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann hervor. «Wichtiger ist mir jedoch das Gemeinsame», so Noser.

Als Bundesrat würde er sich für eine starke Wirtschaft, einen starken Finanz- und Werkplatz Schweiz und für die Erhaltung einer gesunden und schönen Schweiz einsetzen, sagte er. Er sei kompromissfähig, aufs Gesamtwohl ausgerichtet, international erfahren und ein guter Brückenbauer.

Als solchen bezeichnet sich Noser auch, weil er kürzlich erst aus Genf zurückgekehrt ist, wo er ein Jahr lang mit seiner Familie gelebt hatte. «Nebst dem sprachlichen Nutzen habe ich in der Romandie ein starkes Netzwerk aufgebaut», sagte er. Über seine Erfahrungen berichtete er auch in den Medien.

«Aus einfachen Verhältnissen»

Noser stammt «aus einfachen Verhältnissen», wie er sagte. Er sei ein gebürtiger Bergler, im Glarnerland als viertes von fünf Kindern aufgewachsen. «Heute fühle ich mich ganz und gar urban.» Nach der Schule machte er eine Lehre als Maschinenmechaniker.

Trotz Startschwierigkeiten als Legastheniker absolvierte er später das Studium zum Elektroingenieur. Heute führt der 49-Jährige eine eigene Firma für Telekommunikation und Informatik. Ruedi Noser gehört dem Nationalrat seit 2004 an.

(bert/sda)

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