Sorgfältiger Umgang mit Gesundheitsdaten
FMH veröffentlicht Social-Media-Empfehlungen für Ärzte
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2016 / 15:04 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2016 / 15:58 Uhr
Die Ärzte sollten sich auch in den sozialen Medien Professionell verhalten.
Die Ärzte sollten sich auch in den sozialen Medien Professionell verhalten.

Bern - Keine privaten Handy-Fotos und Facebook-Freundschaften mit Patienten, keine unzulässige Kritik an Kollegen in den Sozialen Medien und ein sorgfältiger Umgang mit Gesundheitsdaten: Das empfiehlt die FMH ihren Ärztinnen und Ärzten.

Die Anforderungen an das professionelle und ethische Verhalten von Ärzten müssten auch im «öffentlichen Raum» der Sozialen Medien gelten, schreibt Urs Stoffel, Mitglied des Zentralvorstandes der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), in einem Editorial für die Ärztezeitung.

Weil Vorfälle mit disziplinarischen oder juristischen Konsequenzen zugenommen hätten, sei es nötig, spezifische Empfehlungen abzugeben. Deshalb hat die FMH einen Leitfaden zum Umgang mit Sozialen Medien für Ärztinnen und Ärzte verabschiedet und diesen auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Praxis-Handy empfohlen

Auslöser war das Foto eines Schweizer Chirurgen, der auf Facebook mit einem amputierten Bein posierte. «Ganz wichtig ist, dass man nicht mit dem persönlichen Handy Fotos von Patienten oder von Befunden macht und diese mit privaten Bildern vermischt», sagte Stoffel gegenüber der SRF-Sendung HeuteMorgen vom Mittwoch. Er schlägt vor, dass Ärzte ein «Praxis-Handy» verwenden, um diese Ebenen zu trennen.

Das ärztliche Berufsgeheimnis und die Vertraulichkeit müssten auch in Sozialen Medien respektiert werden. Deshalb sollten zum Beispiel Informationen und Bilder über Patienten im Internet wenn möglich nur mit dem Einverständnis der Betroffenen verwendet und persönliche Angaben weggelassen oder verändert werden.

Ärztinnen und Ärzte müssten sich ausserdem bewusst sein, dass vermeintlich private Aussagen zu Gesundheitsfragen in den Sozialen Medien als Aussagen eines Arztes und nicht einer Privatperson gewertet werden könnten.

So wäre es theoretisch möglich, dass jemand für einen privaten medizinischen Ratschlag im Internet haftbar gemacht werde, sobald er als Arzt erkennbar sei, sagte Stoffel gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Deshalb sollten konkrete Behandlungshinweise - wenn überhaupt - im Internet nur gegenüber persönlich bekannten Personen abgegeben werden, heisst es in dem Papier.

Keine Facebook-Freundschaften

Weiter empfiehlt die FMH ihren Ärztinnen und Ärzten, die professionelle Arzt-Patienten-Beziehung auch in den Sozialen Medien sicherzustellen und diese von privaten Beziehungen zu trennen. Freundschaftsanfragen von Patientinnen oder Patienten sollten deshalb auch auf privaten Accounts soweit wie möglich zurückgewiesen werden.

Für einen ersten Kontakt könne ein Praxis-Facebook-Konto durchaus nützlich sein, sagte Stoffel. Danach dürften vertrauliche medizinische Informationen aber nur noch über sichere Verbindungen oder in verschlüsselten Dokumenten ausgetauscht werden.

Auch wenn die Namen auf einem Bild im Internet geschwärzt seien, reiche das oft nicht aus. Denn die Metadaten enthielten Informationen, die den Persönlichkeitsschutz des Patienten verletzen könnten. Auf Grund der vielen Risiken wäre es schliesslich empfehlenswert, bereits die Medizin-Studenten für die Probleme zu sensibilisieren, sagte Stoffel.

(sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Publinews Hanf enthält über 80 Cannabinoide und über 400 andere Substanzen. Die wichtigsten Cannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). mehr lesen  
Publinews Entgegen der langläufigen Meinung wurde bzw. wird die sportliche Betätigung in Deutschland nicht auf Null eingeschränkt. Was hingegen richtig ist, sind die ... mehr lesen  
Im Freien und zu Hause.
Optimale Luftfeuchtigkeit wirkt sich auf Wohlbefinden und Gesundheit aus.
Publinews Damit man sich in seinen eigenen Wohnräumen wohlfühlt, sollte die Luft die richtige Luftfeuchtigkeit haben. Eine zu niedrige oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit könnte sich ... mehr lesen  
Publinews Der Schlaf bei Nacht ist dazu gemacht, dass der Körper zur Ruhe kommt, sich von den Strapazen des Tages erholt und Kraft für die ... mehr lesen  
Mit Rückenschmerzen ins Bett? Dieses Schicksal teilen viele Menschen. Nur wenige können die Fehlhaltungen des Tages über die Nacht ausgleichen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeschauer
Basel 3°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
St. Gallen 0°C 2°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeschauer
Luzern 2°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, wenig Schnee
Genf 1°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Lugano 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten