Facebook-Krieg: Nestle vs. Greenpeace
publiziert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 10:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 15:48 Uhr
Ein wahres Protest-Feuerwerk wurde auf der Facebook-Seite von Nestle gezündet.
Ein wahres Protest-Feuerwerk wurde auf der Facebook-Seite von Nestle gezündet.

Auf Facebook hat sich ein regelrechter Streit zwischen Nestle und Greepeace entfacht. Auslöser war ein YouTube-Video von Greenpeace.

7 Meldungen im Zusammenhang
Im Video wollten die Umweltschützer darauf aufmerksam machen, dass sich im Schokoriegel KitKat Palmöl aus Indonesien befindet. Palmöl wird durch die Rodung von Tropenwäldern gewonnen. Damit wird der Lebensraum der Orang-Utans zerstört.

Auf Drängen von Nestle hin wurde das Filmchen unterdessen offline gesetzt. Der Schweizer Konzern sah sich im Urheberrecht verletzt. Im Video verspeist ein Büroangestellter einen blutigen Orang-Utan-Finger statt des üblichen Schokoriegels.

«Keine Nestle-Produkte mehr kaufen»

Ein wahres Protest-Feuerwerk wurde auf der Facebook-Seite von Nestle gezündet. Postings wie «Ich kaufe keine Nestle-Produkte mehr. Sie sollen aufhören den Regenwald zu zerstören, jetzt und nicht erst in fünf Jahren», «Schäme dich Nestle! Es ist nicht nötig Palm-Öl zu verwenden» oder «Oster-Boykott!» waren zu lesen. Ein Nestle-Manager versuchte gegen zuhalten und schrieb: «Eure Kommentare sind willkommen, aber bitte verwendet keine veränderten Versionen unserer Logos als euer Profilbild - sie werden gelöscht.» Kein guter Schachzug, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Mehr als eine halbe Million Menschen klickten bisher den Greenpeace-Spot an, während die Facebook-Seite von Nestle gerade so von kritischen und negativen Kommentaren überflutet wird.

Boykott aus Indien

Nestle hat zwar versprochen, das Palmöl nicht mehr zu verarbeiten, konnte die Wogen auch nicht mehr glätten. Auch mit dem indonesischen Verband der Palmölbauern hat es sich Nestle verscherzt. Zumal sie den Konzern ebenfalls boykottieren wollen. Der Verband zählt im Übrigen zehn Millionen Mitglieder.

Unterdessen gilt das Intermezzo zwischen Greenpeace und Nestle als erster «Facebook-Krieg». Ein Paradebeispiel für andere Firmen, wie man das Web nicht nutzen sollte.

(pad/news.ch mit Agenturen)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook hat mit «Divvyshot» ein Startup übernommen, das auf Online-Fotoalben spezialisiert ist.
Social Media Mit der neu gekauften Foto-Plattform ... mehr lesen
Social Media Für viele Unternehmen gewinnt das ... mehr lesen
Verschiedene Unternehmen nutzen Facebook immer häufiger.
Die Datenschutzmassnahmen bei Facebook weisen deutliche Mängel auf.
Social Media Zehn Soziale Netzwerke wurden von ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zach Braff spielt seit 2001 die Rolle von J.D. in der TV-Serie Scrubs.
Social Media Traurige News für alle Scrubs- und J.D.-Fans. Nach 10 Jahren endet die TV-Serie. ... mehr lesen
Social Media Zusammen mit der Stiftung gegen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die Wettbewerbsbehörden bei der Gipfy-Übernahme keinen Riegel schieben.
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die ...
Pläne zur Integration mit Instagram und anderen Anwendungen  Facebook kauft die beliebte GIF-Website Giphy für einen berichteten Preis von 400 Millionen Dollar und plant, die umfangreiche GIF-Bibliothek in Instagram und andere Facebook-Anwendungen zu integrieren. Die Nachricht über den Deal wurde von verschiedenen Medien berichtet, die den Wert des Deals mit 400 Millionen Dollar bekannt gaben. mehr lesen 
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere ... mehr lesen  
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die ... mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 15°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 17°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Bern 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 14°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Lugano 18°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten