Facebook-Nutzer rebellieren gegen neue AGBs
publiziert: Dienstag, 17. Feb 2009 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Nov 2009 / 14:42 Uhr

Palo Alto/Kiel - Das Social Network Facebook hat mit der Änderung seiner Geschäftsbedingungen eine Welle von Kritik und Widerstand ausgelöst.

Über die neuen Geschäftsbedingungen kann nur Facebook-Günder Zuckerberg lachen.
Über die neuen Geschäftsbedingungen kann nur Facebook-Günder Zuckerberg lachen.
2 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

People Against the new Terms of Service (TOS)
Facebook Gruppe gegen die neuen Geschäftsbedingungen. (engl.)
www.facebook.com/group.php?gid=77069107432

Nutzungsbedingungen
Die geänderten Geschäftsbedingungen.
www.facebook.com/terms.php?ref=pf

Laut den neuen Nutzungsbedingungen kann Facebook über jegliche Art von Daten frei verfügen und diese nach Belieben weiter verwenden, selbst wenn sich ein Mitglied längst von der Plattform abgemeldet hat.

Das Recht auf die Verwendung von Nutzerdaten hielt sich Facebook zwar bereits seit jeher vor, dass aber auch Informationen von Ex-Mitgliedern unbeschränkt verarbeitet werden können, erregt nun grossen Unmut bei Nutzern und Datenschützern. So haben sich in kürzester Zeit Protestgruppen innerhalb des sozialen Netzwerks, aber auch ausserhalb in Internetforen und Blogs gebildet.

Für Facebook gilt amerikanisches Recht

«Nach deutschem Recht ist eine einseitige AGB-Änderung möglich und der Nutzer muss diese mehr oder weniger akzeptieren. Allerdings gilt für Facebook ohnehin das amerikanische Recht, da die Plattform hierzulande keine Niederlassung hat», erläutert Maren Raguse, Mitarbeiterin im Forschungsbereich beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD).

Im Grunde bliebe den Usern nun wenig anderes übrig als die Änderungen hinzunehmen oder sich ab sofort von der Plattform abzumelden. «Wirklich problematisch ist eigentlich, dass nun auch Daten von Dritten einfach so an Facebook weitergehen - etwa, wenn jemand Fotos online stellt, wo auch andere Personen abgebildet sind. Damit werden auch die Rechte dieser Personen auf- bzw. an die Plattform abgegeben», so Raguse.

Zuckerberg beschwichtigt

Der Plattform-Gründer Mark Zuckerberg versucht indes zu beschwichtigen und stellt eine weitere Klarstellung bzw. einfacher formulierte Nutzungsbedingungen in Aussicht.

«Unsere Philosophie, dass die Leute ihre Informationen besitzen und selbst kontrollieren, mit wem sie diese teilen, bleibt weiter aufrecht», schreibt Zuckerberg in einem offiziellen Blogeintrag. Derzeit sei vieles in den AGBs zu sehr formal verfasst, das solle sich ändern. Dass die Bestimmungen selbst überarbeitet werden, kündigt Zuckerberg allerdings trotz der heftigen Kritik nicht an.

Die bereits am 4. Februar geänderten Bestimmungen blieben zunächst weitgehend unbemerkt. Erst als am vergangenen Sonntag eine Verbraucherschutzorganisation in den USA darauf aufmerksam machte und die Nutzungsbedingungen eingehend durchleuchtete, nahm die breite Öffentlichkeit davon Notiz.

Löschung der Profildaten nicht mehr möglich

Vor der Änderung war es möglich gewesen, sich abzumelden und damit auch alle Profildaten zu löschen. Dies ist nun in dieser Form nicht mehr gültig. Ab sofort behält sich Facebook das Recht vor, auch die Daten von ehemaligen Mitgliedern unbegrenzt weiter zu verwenden.

«Facebook war bisher eigentlich ein positives Beispiel, was den Datenschutz und den Umgang mit persönlichen Informationen betrifft. Es gab für den Nutzer viele Steuerungsmöglichkeiten. Daher bin ich über die neuen AGBs sehr überrascht», sagt Raguse.

Ein ähnlich problematischer Umgang mit Daten bzw. das Einholen umfassender Nutzungsrechte sei sonst bislang nur von bestimmten Google-Diensten bekannt.

(fest/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook Palo Alto/Hamburg - Das Online-Netzwerk Facebook will nach der massiven ... mehr lesen
Man habe Fehler gemacht, räumte Zuckerberg jetzt ein.
Facebook Gründer Zuckerberg will unter Einbezug der Nutzer die Bedingungen neu erarbeiten.
Facebook Bern - Das Online-Netzwerk Facebook reagiert auf die heftige Kritik der Nutzerinnen und Nutzer. Die klammheimlichen Änderungen ... mehr lesen
alles nur geklaut
dabei hat Zuckerberg angeblich die Idee mit Facebook ja geklaut.. der würde schlauer schauen, bevor er sich an Daten von Mitgliedern vergreift..
wirklich fragwürdig.. am besten ist es wohl dort unter falschem Namen zu fungieren, dann hat man sicher keine Probleme
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ohne Social Media geht es nicht
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine eigene Facebook-Seite zuzulegen, oder? Wir können dir nur empfehlen, diese Chance für dein Unternehmen zu nutzen. mehr lesen  
US-Technologie-Unternehmen machen gemeinsame Sache  Bangalore - Microsoft und Facebook bauen gemeinsam ein neues Transatlantik-Datenkabel. ... mehr lesen  
Der Speck war nach der Werbeaktion nahezu ausverkauft.
Wirbel um Werbetafel in Australien  Der australische Fleischer Jeff Rapley hat mit einer kontroversen Werbetafel im Schaufenster seines ... mehr lesen  
Veränderungen stehen an  Washington - Eine interne Untersuchung hat nach Angaben von Facebook keinerlei Hinweise auf ... mehr lesen  
Facebook plant einige Veränderungen.
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 3°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Bern 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 5°C 7°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf 2°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bedeckt, wenig Regen
Lugano 5°C 13°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten