Facebook-Nachricht
Facebook beeinflusst das Wählerverhalten
publiziert: Mittwoch, 12. Sep 2012 / 21:31 Uhr
Eine Facebook-Nachricht bringt Wähler an die Urne.
Eine Facebook-Nachricht bringt Wähler an die Urne.

London - Eine einzige Facebook-Nachricht kann das Wahlverhalten von Tausenden von Menschen und ihren Freunden beeinflussen. Das haben US-amerikanische Forscher in einem Experiment mit knapp 61 Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks festgestellt.

Ihre Arbeit stellten sie im Fachblatt «Nature» vor. Während der Wahlen zum US-Kongress im Jahr 2010 schickten die Forscher um James Fowler von der University of California in San Diego eine Meldung an das Facebook-Profil dieser Personen. Darin wurden sie aufgefordert, zur Wahl zu gehen. Zudem enthielt der Text einen anklickbaren Button mit der Aufschrift «Ich habe gewählt».

Bei einem Teil der Probanden wurde diese Nachricht zudem in Verbindung mit dem Hinweis angezeigt, dass sechs ihrer Facebook-Freunde den «Gewählt»-Button bereits betätigt hätten. Das Ergebnis: Nur jene Gruppe, welche die Nachricht zusammen mit diesem Hinweis erhalten hatte, wies eine höhere Wahlbeteiligung auf.

60'000 neue Wähler dank Facebook

Die Forscher hatten nach Ende des Wahltags anhand der Wählerverzeichnisse nachgeprüft, wer von den Nutzern tatsächlich wählen gegangen war. Sie errechneten, dass insgesamt 60'000 neue Wähler durch die «soziale Nachricht» dazugewonnen wurden. Da sich auch Facebook-Freunde der Testpersonen zum Wählen veranlasst sahen, erhöhte sich die Zahl der zusätzlichen Wähler gar auf 280'000.

Dies zeige, dass der soziale Aspekt bei Internet-Netzwerken ausschlaggebend für die Beeinflussung der Nutzer sei, berichten die Wissenschaftler. Denn weder die Aufforderung zur Wahl noch der «Gewählt»-Button hätten die Testpersonen zum Wahlgang veranlasst. Nur die Verbindung mit dem zusätzlichen Hinweis, dass Freunde auf Facebook den Button bereits betätigt hatten, führten zu einer erhöhten Wahlbeteiligung.

«Das, was online passiert, hat auch Auswirkungen auf die reale Welt», erklärt Erstautor Fowler. Der Einfluss eines sozialen Netzwerks könne das Verhalten der Nutzer verändern. Triebkraft dabei sei das Wissen darum, wie die eigenen Freunde auf eine Mitteilung oder einen Appell reagiert haben.

(alb/sda)

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