Ende der Zufriedenheit
Facebook und Co. sind unbeliebt
publiziert: Donnerstag, 3. Apr 2014 / 09:32 Uhr
Die Beliebtheit sinkt.
Die Beliebtheit sinkt.

Ann Arbor/Berlin - User sind in der Regel sehr zufrieden mit Online-Services und Webseiten - nur von sozialen Netzwerken sind sie enttäuscht. Das zeigt eine neue Studie des American Customer Satisfaction Index.

11 Meldungen im Zusammenhang
Auf einer Skala mit 100 Punkten geben die User diversen Internetauftritten durchschnittlich 78,2 Punkte. Ganz am Ende der Zufriedenheitsliste finden sich Social-Media-Seiten mit nur 68 Punkten.

Werbung verärgert Benutzer

Neben Bedenken zur Privatsphäre kritisierten die Befragten, dass soziale Netzwerke von Werbung überflutet werden. «Werbung hält immer weiter Einzug und etabliert sich in sozialen Netzwerken, bei Facebook ist das Teil des Geschäftsmodells. Die breite Masse der Nutzer ist nicht bereit, für die Nutzung von Netzwerken wie Facebook zu zahlen», sagt Jan-Hendrik Senf, Berater für Digitale Kommunikation und Social Media, im Gespräch mit pressetext.

Der Fachmann glaubt, dass erkaufte Werbefreiheit gegen eine monatliche Nutzungsgebühr von vielen Nutzern angenommen werden würde und damit «kein unspannendes Modell» wäre. «Werbung sollte aus meiner Sicht mehr 'social' werden. Es sollte Modelle geben, bei denen User für ihren Social-Media-Kontaktkreis - gegen eine kleine Provision - die Werbung auswählen können, die sie für diese als passend erachten.»

Unternehmen agieren falsch

«Für viele Unternehmen ist Social Media generell auch 2014 immer noch ein grosses Fragezeichen - genau so wie das Verständnis und der Horizont, was wirklich gute Social-Media-Arbeit ausmacht», sieht Senf aber auch bei den Firmen und Marken Versäumnisse.

«Man darf soziale Netzwerke nicht als Werbekanal missbrauchen, sondern muss proaktiv mit den Usern Beziehungen aufbauen und jeden Kanal den jeweiligen Besonderheiten und Möglichkeiten entsprechend individuell bedienen. Aber genau das kostet einen langen Atem und damit auch Zeit und Geld - finanzielle und personelle Ressourcen müssen dazu bereitgestellt, Denkweisen und Paradigmen geändert werden.»

Ein Sonderfall ist laut Senf Google+: «Wenn Unternehmen tendenziell jeden ihrer Social-Media-Beiträge ohne finanziellen Einsatz für Reichweite verbreiten möchten, ist dieses beispielsweise auf Google+ und Twitter aktuell noch, im Vergleich zu Facebook, möglich. Es ist eine spannende Frage, ob und wann bei Google+ ebenfalls für Reichweite Geld verlangt und Werbung eingeführt wird.»

Banken und Hotels beliebt

Besonders zufrieden waren die Befragten mit den Web-Auftritten von Banken und Hotels - für diese gab es 84 bis 86 Punkte auf der Zufriedenheitsskala. «Diese Anbieter haben - zumindest in Bezug auf ihre Webseiten - ihre Hausaufgaben gemacht. Sensible Dinge, wie die Verschlüsselung bei der Übertragung von Kontodaten, sind hier besonders wichtig. Über Verfahren wie zum Beispiel Eyetracking, Heatmaps, A-B-Tests und neuropsychologische Studien kann man gut erkennen, was den Kunden bei einer Webseite wichtig ist.»

(awe/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Newsletter kommen bei jungen Leuten gut an.
Espo - Werbung ist für junge Kunden ... mehr lesen
Facebook San Francisco - Facebook will die ... mehr lesen
Künftig will Facebook noch mehr Daten der Nutzer auswerten. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Soziales Netzwerk: Blogging wird populärer.
Social Media Irvine - Die Beliebtheit von Facebook bei Kindern und Teenagern lässt nach, ... mehr lesen
Facebook New York - Die heute 18- bis 34-Jährigen, auch genannt «Generation Y», sind als ... mehr lesen
Facebook hat einen grossen Einfluss auf die Kauffreude der User. (Symbolbild)
Männer teilen eher als Frauen ihre Gefühle über Social Media mit anderen Personen als mit dem eigenen Partner.
Social Media Columbia - Passionierte Twitter-User neigen dazu, den eigenen Partner zu ... mehr lesen
Twitter ist auch im Bereich Werbung mehr als nützlich. (Symbolbild)
San Francisco/New York/Götzens - Ein grosser Teil der Twitter-User lässt sich von Tweets über TV-Shows dazu verleiten, über diese Sendungen etwas herauszufinden oder sie sogar anzuschauen. Diese ... mehr lesen
Social Media Brighton/Wien - Pornografische ... mehr lesen
Pornografie via Handy und Social Web ist immer mehr verbreitet. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ohne Social Media geht es nicht
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine eigene Facebook-Seite zuzulegen, oder? Wir können dir nur empfehlen, diese Chance für dein Unternehmen zu nutzen. mehr lesen  
Unbekannter Song veröffentlicht  Katy Perry (31) wurde Opfer eines Internet-Hackers, der ihre Twitter-Seite in Besitz nahm und einen unveröffentlichten Song leakte. mehr lesen
Katy Perry hat 89 Millionen Follower.
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
200'00 Tweets in drei Wochen  Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello 2015 bereits angekündigt hat, frauenfeindlichen Tweets auf ... mehr lesen  
Funktionen jüngst deutlich erweitert  Los Angeles - Die App Snapchat steht vor einer weiteren Milliarden-Geldspritze. Das Unternehmen mit ... mehr lesen  
Die App Snapchat ist vor allem bekannt für sich selbst löschende Fotos. (Symbolbild)
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 13°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Basel 13°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
St. Gallen 12°C 19°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
Bern 12°C 20°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Luzern 13°C 20°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
Genf 14°C 20°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 14°C 21°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten