Fälle von mangelndem Respekt gegenüber Koran
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 20:59 Uhr

Genf - Auf der US-Militärbasis Guantánamo auf Kuba hat es Fälle von mangelndem Respekt gegenüber dem Koran gegeben.

Die Frage des Respekts der Religion ist Teil des humanitären Völkerrechts.
Die Frage des Respekts der Religion ist Teil des humanitären Völkerrechts.
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Das sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf der Nachrichtenagentur sda.

Das IKRK habe diese Frage mit den US-Behörden erörtert, die darauf korrektive Massnahmen ergriffen hätten.

Die Frage des Respekts der Religion von Gefangenen ist sensibel und ist Teil des humanitären Völkerrechts, sagte Lusser weiter. Eines der Rechte von Gefangenen sei die Ausübung der Religion. Gefangene müssten mit Menschenwürde behandelt werden und dazu zähle der Respekt ihrer Religion.

Ständige Kontrolle

Das IKRK überprüft nach den Worten Lussers bei Gefängnisbesuchen regelmässig, ob dieses Recht eingehalten wird. Fehlende Achtung gegenüber religiösen Gegenständen oder Büchern werde von Gefangenen sehr stark empfunden, sagte er. In einigen Ländern habe das IKRK auch religiöse Bücher oder Betmatten in Gefängnissen verteilt.

Das US-Nachrichtemagazin Newsweek hatte am Montag einen Artikel über die Schändung des Korans in Guantánamo auf Druck der US-Regierung zurückgezogen. In mehreren islamischen Ländern war es zuvor aufgrund des Berichts zu gewaltsamen Protesten gekommen.

In Guantánamo sind noch immer rund 550 Personen unbefristet und ohne Anklage oder Gerichtsprozess inhaftiert, einige von ihnen seit über drei Jahren. Die Gefangenen werden terroristischer Aktivitäten verdächtigt. Die meisten von ihnen wurden im Afghanistan-Krieg festgenommen.

(sl/sda)

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