Fahrende kritisieren Diskriminierung
publiziert: Montag, 6. Feb 2006 / 19:10 Uhr

Genf - Fahrende haben sich in Genf über die Art und Weise, wie sie in der Schweiz behandelt werden beschwert.

Nur der Kanton Graubünden habe Angebote für Fahrende eingerichtet.
Nur der Kanton Graubünden habe Angebote für Fahrende eingerichtet.
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«Wir haben zwar das Recht zu reisen, aber wir dürfen nirgends einen Halt einlegen», sagte May Bittel vor den Medien. Laut Bittel, Mitgründer des Europäischen Forums der Roma und der Fahrenden, haben sich die Probleme der Zigeuner in der Schweiz seit den 70er-Jahren kaum zum Besseren verändert. Nur selten hätten Gemeinden Standplätze für Fahrende eingerichtet.

«Wir sind in einer prekären Lage», sagte Bittel vor dem Schweizer Presseclub in Genf. Die Probleme seien beidseits der Saane gleich. Einzig der Kanton Graubünden könne von der Kritik ausgenommen werden.

Die Bündner Behörden hätten sowohl für hier ansässige Jenische wie auch für Fahrende auf der Durchreise Angebote eingerichtet, erklärte Daniel Huber, Vize-Präsident der Radgenossenschaft. In der Schweiz fehle eine echte Anerkennung der jenischen Kultur, erklärte zudem der Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), Georg Kreis.

In der Schweiz werden etwa 35 000 Menschen zu den Fahrenden gezählt. Die meisten von ihnen sind sesshaft. Zwischen 3500 und 5000 Personen sind heute noch als Nomaden unterwegs.

(smw/sda)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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