Digital Natives
Fake-Profile: Teenager verbergen Online-Aktivitäten vor Eltern
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2014 / 07:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2014 / 07:59 Uhr
Akzeptieren oder ignorieren?
Akzeptieren oder ignorieren?

70 Prozent der australischen Teenager halten ihre Web-Aktivitäten vor den Eltern geheim. Mit Fake-Profile schützen sich viele vor Schnüffelein durch die eigene Familie.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der aktuelle McAfee-Bericht zeigt auf, dass junge User Fake-Profile kreieren sowie Daten und ihren Browser-Verlauf löschen, um Eltern auf eine falsche Fährte zu locken. So glauben viele Erziehungsberechtigte fälschlicherweise über die Online-Aktivitäten ihrer Kinder im Bild zu sein. «Kinder sind 'Digital Natives'. Sie können die heutige Technologie besser nutzen und einsetzen und sind ihren Eltern weit voraus», so McAfee-Technik-Leiter Sean Duca.

Spionage als falsche Taktik

70 Prozent der befragten 1 000 Teenager im Alter von acht bis 17 Jahren gaben an, dass ihre Eltern nicht über alle Inhalte ihrer Internet-Aktivitäten Bescheid wissen. Dieser habe schon versucht, Online-Aktivitäten zu verheimlichen. Fast die Hälfte greift hier auf die klassische Methode des Verlauf-Löschens zurück oder surft im Privat-Modus.

Ein Drittel der Befragten Jugendlichen löscht Daten und ein Zehntel macht sich sogar die Mühe, Social-Media-Accounts zu fälschen. «Da Eltern heute auch in sozialen Netzwerken aktiv sind, suchen viele Jugendliche nach kreativen Möglichkeiten, ihre Privatsphäre im Web zu schützen», so Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin vom Verein saferinternet, gegenüber pressetext.

Erziehungs-Experte Justin Coulson rät Eltern, ihren Kindern mehr Vertrauen entgegenzubringen. Das Überprüfen des Browser-Verlaufs sei keine Methode, um verantwortungsvollen Umgang im Web zu lehren oder Kinder auf Gefahren hinzuweisen. «Wenn Eltern das Online-Verhalten ihrer Kinder ausspionieren, werden diese oft erst recht dazu verleitet, sich kreative Möglichkeiten zu suchen, ihre Internet-Aktivitäten zu verheimlichen», meint Buchegger. 83 der Jugendlichen gaben an, den Rat ihrer Eltern hinsichtlich des Online-Verhaltens zu folgen und vorsichtig im Web zu agieren.

Angst vor Cyber-Mobbing

Die Befragten im Alter von acht bis zwölf Jahren fürchten sich am meisten vor Cyber-Mobbing. Laut der australischen Studie waren 80 Prozent bereits Zeuge davon. Das sind 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut Cyber-Sicherheitsspezialist Jeremy Blackman nimmt Cyber-Mobbing parallel zur Online-Sozialisation zu.

Die Bereitschaft, Online-Mobbing zu melden, ist heute unter den Jugendlichen höher als noch Jahre zuvor. «Eltern sollten ihre Kinder in einem offenen Gespräch auf eine adäquate Internet-Präsenz aufmerksam machen und zum Beispiel auf ungeeignete Fotos hinweisen», unterstreicht Buchegger abschliessend im Interview mit pressetext.

 

 

(jz/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die Wettbewerbsbehörden bei der Gipfy-Übernahme keinen Riegel schieben.
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die ...
Pläne zur Integration mit Instagram und anderen Anwendungen  Facebook kauft die beliebte GIF-Website Giphy für einen berichteten Preis von 400 Millionen Dollar und plant, die umfangreiche GIF-Bibliothek in Instagram und andere Facebook-Anwendungen zu integrieren. Die Nachricht über den Deal wurde von verschiedenen Medien berichtet, die den Wert des Deals mit 400 Millionen Dollar bekannt gaben. mehr lesen 
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere und mittlere Unternehmen, sogenannte KMU, hingegen tun einen professionellen Online-Auftritt häufig ab. mehr lesen  
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den ... mehr lesen  
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine eigene Facebook-Seite zuzulegen, oder? Wir können dir nur empfehlen, diese Chance für dein Unternehmen zu nutzen. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 1°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Basel 1°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Bern 0°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Luzern 1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Genf 2°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Lugano 4°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten