Fakten und Kuriositäten Weltcupsaison 2008/09
publiziert: Montag, 16. Mrz 2009 / 15:45 Uhr

In Anlehnung an Italiens Fussball-«Catenaccio» erreichte Aksel Lund Svindal quasi mit lauter 1:0-Siegen und Glück im Penaltyschiessen den maximalen Effekt. Er toppte damit die Minusrekorde von Luc Alphand und Alberto Tomba.

Die grosse Kristallkugel: Das Ziel in jeder Weltcupsaison.
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Die grosse Kristallkugel bildete den verdienten Lohn für das nach Hermann Maier wohl beeindruckendste Comeback in der Skigeschichte.

Mit zwei Siegen und einem 3. Platz legte Svindal genau dort, wo er vor anderthalb Jahren schwer verunglückt war, die Basis zum Gesamtsieg.

Die 260 Punkte aus den drei Rennen in Beaver Creek machen mehr als ein Viertel des Gesamttotals aus. Sowohl die zwei Zähler Differenz zu Benni Raich als auch die 1009 Punkte stellen neue Tiefstmarken dar. Luc Alphand war 1997 mit 1130, Alberto Tomba 1995 mit 1150 Weltcup-Gesamtsieger geworden.

Tomba gewann aber damals elf Rennen in Slalom und Riesenslalom und bestritt keine einzige Speed-Diszplin, Alphand umgekehrt nur Abfahrten und Super-G, von denen er sechs gewann.

Aksel Lund Svindal reichten heuer drei Erfolge (plus vier Podestplätze). Mit so wenig Siegen hat sonst nur noch der Schweizer Peter Lüscher 1979 den Weltcup gewonnen. Er hielt damals -- mit anderem Modus und Streichresultaten -- mit ebenfalls drei Siegen und total 10 Podestplätzen die Konkurrenz in Schach. Ingemar Stenmark wurde damals mit 13 Saisonsiegen (!) nur Fünfter. Bei den Frauen verteidigte Lindsey Vonn die grosse Kugel mit neun Saisonsiegen.

Die Fakten und Kuriositäten im Detail:

Schwerarbeiterinnen
Lindsey Vonn und Maria Riesch waren auch heuer die Schwerarbeiterinnen des Winters. Sie bestritten sämtliche 34 Weltcuprennen. Bei den Männern war Svindal mit 35, einem unter dem Maximum, der aktivste. Der Norweger liess lediglich den Nachtslalom von Schladming aus. Benjamin Raich verzichtete auf drei Rennen.

Klassische Kombination
Wie schon im Vorjahr, als Bode Miller dank taktisch gefahrenen Kombi-Slaloms den Gesamtsieg erkämpfte, war auch heuer eine Kombination der Schlüsselwettkampf. Nach seiner besten Abfahrt seit drei Jahren mit einem 12. Platz vergab Raich in Kitzbühel durch sein Out im Slalom der klassischen Hahnenkamm-Kombination gleich doppelt Punkte. Raich, schon 14-facher Slalomsieger, weist in seiner einstigen Paradedisziplin eine Ausfallquote von 40 % aus.

Nuller-Serie
Ganz trist sieht die Slalom-Bilanz von Svindal aus. Die Erfolgsquote beträgt 0 %. Der Norweger kam in neun bestrittenen Rennen nie in die Wertung. Seit er vor zwei Jahren auf der Lenzerheide mit einer «Punktlandung» just als 15. Benni Raich ein erstes Mal in extremis bezwungen hatte, tauchte Svindal nur noch einmal in einem Slalom-Klassement auf -- als 13. im Levi-Ersatzslalom im November 2007 auf der Reiteralm.

3000 Tore
Eine beeindruckende Serie weist dafür Ivica Kostelic auf. Der Kroate ist seit dem 25. Februar 2007 in Garmisch-Partenkirchen in 23 Rennen nie mehr ausgeschieden. Das sind rund 3000 Tore ohne Zwischenfall -- eine unglaubliche Leistung.

Minus-Plus
Nur wenig steht Kostelic der Franzose Julien Lizeroux nach. Er schied in 23 Rennen nur ein einziges Mal aus. Allerdins erlebte Lizeroux auch andere Zeiten. Bevor ihm der Knopf aufging, beklagte er in den Jahren 2002 bis 2005 nicht weniger als 15 Ausfälle hintereinander.

Plus-Minus
Den umgekehrten Weg schlug der Schwede Jens Byggmark ein. Der Kitz-Doppelsieger von 2007, der danach noch dreimal Zweiter wurde, sah seit sieben Rennen das Ziel nie mehr. Und von den letzten 14 Rennen kam er gerade zweimal an -- als Zehnter und Einundzwanzigster.

Standfest
Das Pendant zu Ivica Kostelic bildet bei den Frauen Tanja Poutiainen. Die Finnen ist ebenfalls seit genau 23 Slaloms nie mehr ausgeschieden, zeitlich sogar etwas länger als Kostelic. Ihr letzter Ausfall datiert vom 29. Dezember 2006 auf dem Semmering. Im Riesenslalom ist ihre erfolgreiche Serie sogar schon 28 Rennen lang.

(Richard Hegglin/Si)

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