Fall Behring: Elf Personen beschuldigt
publiziert: Freitag, 28. Aug 2009 / 15:50 Uhr

Bern - In den «Fall Behring» kommt wieder Bewegung. Der zuständige eidgenössische Untersuchungsrichter hat gegen 11 Beschuldigte die Voruntersuchung eröffnet.

Mehr als 1000 Personen machten Schadenersatzansprüche geltend.
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Es geht um den Verdacht auf gewerbsmässigen Betrug, Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Misswirtschaft, Urkundenfälschung und Geldwäscherei, wie das Eidg. Untersuchungsrichteramt mitteilte. Dem Antrag der Bundesanwaltschaft (BA) vom 30. Juni ist damit stattgegeben.

Der Entscheid zur Eröffnung dieser Voruntersuchung basiere auf dem Studium jener Aktenteile, die aus einer ersten Triage der Hauptakten - über 200 Bundesordner - resultierten, heisst es bei den Erläuterungen auf der Internetseite des Untersuchungsrichteramts. Ein «nicht unwesentlicher Teil der Entscheidgrundlage» bildete dabei ein 400-seitiger Zwischenbericht der Bundeskriminalpolizei.

Nach Abschluss der Voruntersuchung geht das Dossier wieder an die Bundesanwaltschaft. Sie entscheidet dann, ob Anklage erhoben wird.

Die BA hatte ihre Untersuchungen im Fall Behring im Oktober 2004 eröffnet. Ursprünglich standen zwölf Personen im Visier der Behörde. Das Verfahren gegen eine Person, die kürzlich verstorben ist, wurde aber eingestellt.

Der Basler Financier Dieter Behring wird verdächtigt, Anleger mit hohen Zinsversprechen gelockt und um mehrere hundert Millionen Franken betrogen zu haben. Er soll auch ein Schneeballsystem aufgezogen haben.

Das System brach im Oktober 2004 zusammen. Rund 1100 Personen machen Schadenersatzansprüche in Höhe von umgerechnet rund 300 Mio. Fr. geltend.

(ht/sda)

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Es ist einfach unglaublich, mit welcher Effizienz dieser Fall behandelt wird. Nur weiter so, dann verjährt dieser Betrugsfall oder die Verdächtigten scheiden aus "biologischen Gründen" aus. Anderswo, insbesondere in den USA, wäre die ganze Brut schon längst hinter Schloss und Riegel.
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