Familie Masoni holt zum Gegenschlag aus
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 12:45 Uhr

Lugano - Die neunzig Tessiner Grossräte haben übers Wochenende viel Lesestoff erhalten: Nebst dem Bericht der Untersuchungskommission bekamen sie auch noch ein fünfzehn Seiten umfassendes Memorandum der Familie Masoni.

Marina Masoni
Marina Masoni
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In dieser Gegendarstellung, welche die Zeitung «il Caffè» veröffentlichte, holen die Eltern der entmachteten Staatsrätin Marina Masoni (FDP) zum Gegenschlag aus.

Die im Untersuchungsbericht vorgenommene Bewertung der Familienstiftung «Villalta dell´Argine» basiere auf unkompletten Daten, kritisieren Franco und Valeria Masoni. Das Ehepaar moniert vor allem, dass der Stiftungsrat von den drei Verfassern des Untersuchungsberichtes nicht angehört worden sei.

Diskussion am Montag

Deshalb haben sich Franco und Valeria Masoni erlaubt, dem über hundert Seiten umfassenden Untersuchungsbericht ein weiteres Kapitel hinzuzufügen, das ihren Standpunkt enthält. Dieses Memorandum liessen sie übers Wochenende den neunzig Grossräten zukommen.

Diese werden am Montag und voraussichtlich auch am Dienstag im Kantonsparlament über den Untersuchungsbericht und die damit verbundenen Massnahmen der Tessiner Regierung diskutieren. Der Staatsrat hatte aufgrund des Berichtes einstimmig beschlossen, Finanzdirektorin Marina Masoni die Führung der Steuerabteilung zu entziehen.

Nur 16 Prozent würden Masoni wählen

Der derzeit krank geschriebenen Masoni wird vorgeworfen, die Regierung über einen Streit in der kantonalen Steuerabteilung zu spät und lückenhaft informiert zu haben.

Zudem soll die in Schwyz domizilierte Familienstiftung der Masonis nicht gesetzeskonform sein, was alt FDP-Ständerat Franco Masoni allerdings heftig bestreitet. Die Glaubwürdigkeit seiner Tochter hat unter der Steueraffäre trotzdem arg gelitten.

In einer repräsentativen Umfrage unter tausend Stimmberechtigten, welche «il Caffè» veröffentlichte, gaben lediglich 16 Prozent der Befragten an, dass sie Marina Masoni im nächsten Frühling wiederwählen werden. 68 Prozent antworteten «Nein, ich werde sie nicht wählen».

(sda)

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