Familie von van Gogh fordert lange Haftstrafe
publiziert: Montag, 11. Jul 2005 / 13:17 Uhr

Im Prozess um die Ermordung des islamkritischen niederländischen Regisseurs Theo van Gogh forderte dessen Familie eine lange Haftstrafe für den Täter Mohammed B..

Theo van Gogh wurde auf offener Strasse vom Angeklagten erschossen.
Theo van Gogh wurde auf offener Strasse vom Angeklagten erschossen.
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Der Angeklagte, ein radikaler Muslim, ist geständig. Er habe sein Opfer im Namen Gottes getötet, beklagte die Mutter van Goghs heute vor dem amsterdamer Gericht. Auf islamische Verheissungen für das Jenseits anspielend fügte sie hinzu, auf den Täter warteten aber nicht Jungfrauen, sondern das Gefängnis.

Eine Schwester des islamkritischen Filmemachers, der am 2. November letzten Jahres auf offener Strasse in Amsterdam getötet wurde, verlangte die Höchststrafe für den Angeklagten. "Lebenslang gestraft sei aber in Wirklichkeit die Familie des Ermordeten", betonte sie. Das niederländische Prozessrecht sieht vor, dass sich in Strafprozessen auch die Opfer äußern können.

Der Rechtsanwalt des Angeklagten teilte zu Beginn der Sitzung mit, sein Mandant wolle sich nicht verteidigen. Er übernehme aber die Verantwortung für die Aufsehen erregende Bluttat. Eine Begründung wurde nicht gegeben. Der 27-jährige Niederländer marokkanischer Herkunft hatte schon bei den Ermittlungen und während einer mehrwöchigen psychiatrischen Untersuchung geschwiegen.

(fest/news.ch mit Agenturen)

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