Fans mit viel Optimismus vor Lettland-Partie
publiziert: Dienstag, 8. Sep 2009 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Sep 2009 / 00:11 Uhr

Mit Kuhglocken und Schweizer Fahnen wurde die Schweizer Nationalmannschaft gestern Mittag nach Riga begleitet. Die Zuversicht der mitgereisten Fans ist riesig. Und sie wurde noch grösser, als Gökhan Inler am Abend wieder mittrainieren konnte.

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Inler nahm in Riga erstmals seit letzten Mittwoch wieder am Mannschaftstraining teil und absolvierte das gesamte, rund einstündige Programm im altehrwürdigen Daugava-Stadion. Allerdings war ersichtlich, dass er noch nicht an seine volle Belastungsgrenze heranging.

Inler: «Ich konnte schmerzfrei mitmachen, aber ich kann noch nicht sagen, ob es für Mittwoch reicht. Nun gilt es, die Reaktion des Muskels abzuwarten und dann schauen wir weiter.»

Hitzfelds Schlüsselspieler im defensiven Mittelfeld wird erst heute im Abschlusstraining entscheiden, ob er gegen Lettland aufläuft. Am Samstag war der Test vor dem Griechenland-Spiel noch negativ verlaufen, worauf Inler selber auf einen Einsatz verzichtete.

Seither liess er sich den verhärteten Oberschenkel-Muskel durch die medizinische Abteilung des Nationalteams intensiv behandeln. «Es geht Schritt für Schritt vorwärts», zeigt sich der Udinese-Söldner verhalten optimistisch.

Alpaufzug im Flughafen

Rund zwei Stunden dauerte gestern der Swiss-Sonderflug nach Lettland, wo die Schweizer Delegation von Sonnenschein und angenehmen Temperaturen empfangen wurde. An die 20 Fans mit riesigen Kuhglocken verwandelten Rigas Flughafen unter den verwunderten Augen der Einheimischen alsbald in einen Schweizer Alpaufzug.

Fans der Schweizer Nationalmannschaft hatte man bisher in der lettischen Hauptstadt noch nie gesehen. Der morgige Auftritt im Skonto-Stadion von Riga ist der erste in der Schweizer Verbandsgeschichte.

Vonlanthens schöne Erinnerungen

Noch nicht einmal drei Wochen ist es allerdings her, seit die beiden Schweizer Internationalen Johnny Leoni und Johan Vonlanthen mit dem FC Zürich in Riga weilten und gegen den lettischen Meister Ventspils die Champions-League-Türen sperrangelweit öffneten. 3:0 hatten die Zürcher das Hinspiel in Lettland gewonnen und danach mit einem 2:1-Heimsieg in Zürich alles klar gemacht für den erstmaligen Eintritt in die Königsklasse.

«Ja, das sind sehr schöne Erinnerungen. Wir dürfen jedoch nicht eine Sekunde glauben, dass es hier am Mittwoch so einfach wird wie mit dem FCZ», sagt Vonlanthen, der gegen die Letten in beiden Spielen die 1:0-Führung bewerkstelligte und sich so auch die Türe für das Schweizer Nationalkader wieder weit aufgestossen hat.

Spiele gegen Ventspils oder die lettische Nationalmannschaft sind auch deshalb nicht miteinander zu vergleichen, weil lediglich drei Ventspils-Akteure momentan zu den Stammspielern im Nationalteam gehören. Rekord-Nationalspieler Vitalijs Astafjevs, Denis Kacanovs und Jurijs Zigajevs waren am Samstag in Tel Aviv beim historischen 1:0-Auswärtssieg über Israel dabei gewesen. Morgen Abend wollen sie in der Heimat mit einem Vollerfolg über die Schweiz weiter Geschichte schreiben. Am Team von Ottmar Hitzfeld liegt es, dies zu verhindern.

Spion vor Ort

Informationen, wie das am besten zu bewerkstelligen ist, liefert Hitzfeld sein Tel-Aviv-Spion Martin Trümpler, der gestern aus Israel nach Riga gereist ist und dem Schweizer Nationalcoach genaustens rapportieren wird, wo die Stärken und Schwächen des nächsten Schweizer Gegners liegen.

Trümpler wird morgen wieder nach Tel Aviv zurückfliegen und am Abend die beiden übrigen Schweizer Gegner Israel und Luxemburg eingehend unter die Lupe nehmen.

(René Baumann, Riga/Si)

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