Prophet sollte nicht dargestellt werden
Fasnachts-Comité zu Mohammed-Karikaturen: nicht unnötig provozieren
publiziert: Donnerstag, 5. Feb 2015 / 14:33 Uhr
An der Fasnacht sollte man nicht unnötig provozieren.
An der Fasnacht sollte man nicht unnötig provozieren.

Basel - Dass im Islam der Prophet Mohammed nicht dargestellt werden darf, sollte man auch an der Fasnacht berücksichtigen und in der heutigen Situation nicht unnötig provozieren: Das ist die Haltung des Basler Fasnachts-Comités mit Blick auf die Auseinandersetzungen um Mohammed-Karikaturen.

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Das Fasnachts-Comité nahm an seiner Medienkonferenz zur Basler Fasnacht 2015 Stellung zur Karikaturen-Frage - dies, nachdem es mehrfach danach gefragt worden sei, wie Comité-Obmann Christoph Bürgin sagte. Die Fasnacht solle kritisch sein, auch gegen die Obrigkeit und einen Spiegel vorhalten, hielt Bürgin fest.

Der Narrenfreiheit seien jedoch Grenzen gesetzt durch Gesetz und gegenseitigen Respekt. Das Comité sei aber keine Zensurbehörde; es könne «nicht befehlen, nur empfehlen». Die aktiven Fasnächtler hätten in der Vergangenheit stets ein gutes Gespür gehabt. Religion sei indes ein heikles Thema, begründete Bürgin die Comité-Haltung.

«Selfies» ein Top-Sujet

An der am 23. Februar beginnenden Basler Fasnacht sind bei den Cliquen ohnehin andere Themen populär: Zuoberst auf der Sujetliste sind laut dem Comité «Social Media» und dabei vor allem «Selfies». Die Liste sei aber anfechtbar, sagte Bürgin. Denn für den Fasnachtsführer «Rädäbäng», auf den sie sich stützt, machen die Cliquen oft nur verklausulierte Angaben.

Hinter den «Social Media» rangieren gemäss der Aufstellung des Comités die Fusionsabstimmung in den beiden Basel vom letzten Jahr, Kunst und die Kunstmesse Art, Debatten um Abfall, Abfallcontainer und Recycling oder ganz allgemein menschliche Verhaltensweisen. Auch das Schiffsunglück mit dem Kiesfrachter «Merlin» hat es weit nach oben geschafft.

Frankreichs Präsident Hollande und seine privaten Eskapaden, der Streit um den binationalen Status des EuroAirport, Weltpolitik von Russland und der OSZE bis zur Suche nach Frieden oder Nahrungsfragen von Fleisch bis Bio-Gemüse sind weitere häufige Sujets. Mindestens 160 Sujets sind erkennbar, und laut Bürgin wird es «eine politische Fasnacht».

473 «Einheiten» mit dabei

Für den Cortège vom Montag- und Mittwochnachmittag haben sich 473 «Fasnachts-Einheiten» angemeldet: Cliquen, Wagen, Guggenmusiken, Chaisen und andere. Das sind ähnlich viele wie im letzten Jahr (466 Einheiten). Am Montag- und Mittwochabend singen 62 Schnitzelbank-Gruppen von fünf Schnitzelbank-Gesellschaften ihre Verse.

Neues vermeldete das Comité nicht zuletzt von der WC-Front: Entsprechend einem Bedürfnis und laut Comité-Mitglied Bruno Kern mit viel Hilfe von Baudirektor Hans-Peter Wessels und dem Tiefbauamt gibt es dieses Jahr im Fasnachtsgebiet mehr Toiletten. Offiziell ist das allerdings erst seit Mittwoch, denn zuerst musste der Basler Grosse Rat dazu das Budget 2015 des Kantons absegnen.

 

(nir/sda)

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