Fasnachtsauftakt in der Schweiz
publiziert: Freitag, 20. Feb 2004 / 17:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Feb 2004 / 17:37 Uhr

Luzern/Bern - In den katholischen Gebieten der Schweiz hat mit dem gestrigen schmutzigen Donnerstag die närrische Zeit begonnen. Auffällig waren dieses Jahr die vielen Monsterkostüme, vermutlich inspiriert durch den Kino-Block-Buster "Herr der Ringe".

Trotz eisigen Temperaturen waren zehntausende von Fasnächtlern unterwegs, um die "schönsten Tage des Jahres" einzuläuten.

In Luzern wurde die Fasnacht am Donnerstagmorgen um 5 Uhr mit dem traditionellen Urknall über dem Seebecken eröffnet. 13 000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler - tausend mehr als im Vorjahr - waren vor Ort, als der der Fritschivater, der Meister der Zunft zu Safran, am Kapellplatz Orangen auswarf.

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13 000 Menschen machen in Luzern Fasnacht

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Am Nachmittag zog der grosse Fasnachtsumzug ein erstes Mal durch die Stadt. 20 000 Personen säumten die Strasse. Die "Rotsee-Husaren" marschierten als Wölfe in Jägeruniform mit und bliesen zur Wolfsjagd im Wallis, während die Safranzünftler "30 Jahre Pampers-Generation" feierten.

Tausende von "Chesslern"

In Solothurn markierte die traditionelle "Chesslete" den Auftakt zur Fasnacht. 8000 bis 10 000 weissgewandete Gestalten zogen um 5 Uhr trotz eisiger Bise durch die Gassen der Innenstadt.

Danach wärmten sich die Fasnächtler mit Mehlsuppe auf. Am Nachmittag ging es weiter mit dem Kinderumzug und der offziellen Proklamation der Fasnacht durch den Ober der Zunft Honolulu. Am Abend setzte sich das bunte Treiben an der Strassenfasnacht fort.

Guggenkonzerte in St. Gallen

Die St. Galler Innenstadt wurde am Donnerstagmorgen von zahlreichen Guggenmusiken in Beschlag genommen. Schräger Sound, bunte Kostüme und Konfettiregen prägten den Fasnachtsbeginn. Bis zum kommenden Dienstag gehört das Stadtzentrum ganz den Guggen der Region.

Davon kann die Frauenfelder Narrengesellschaft nur träumen: Sie befindet sich in derart grossen finanziellen Problemen, dass ausser dem sonntäglichen Umzug alle Aktivitäten abgesagt wurden.

Andernorts im Thurgau und auch in Schaffhausen begann am Donnerstagabend die Fasnacht mit Guggenmusik-Getöse.

In einzelnen Gemeinden des Baselbiets begann am "Schmutzige Donnschdig" ebenfalls die Fasnacht. Höhepunkt des närrischen Treibens im Dreiländereck ist jedoch die Basler Fasnacht, die am 1. März mit dem Morgenstreich beginnt.

"Füdlibürger" verbrannt

In Baden AG begann das närrische Treiben am Abend mit der traditionellen "Füdlibürger-Verbrennung". Danach machten Guggen die Strassen unsicher, und in den Restaurants der Innenstadt wurden Schnitzelbänke vorgetragen.

Von Misstönen überschattet war die Fasnacht in Bremgarten AG, die unter dem Motto "ChliStadt-Dschungel" steht. Hier hatte die Schpitelturm-Clique 40 schwarze Puppen zusammen mit Affen in die Bäume gehängt. Daraufhin wurde das Bezirksamt aktiv und die Clique packte die Puppen weiss ein.

Ehrgeizige Sittener Narren

Viel vorgenommen haben sich dieses Jahr die Sittener Narren, die sich ebenfalls am frühen Donnerstagmorgen ins Fasnachtstreiben stürzten. Während sechs Tagen sollen fünf Umzüge stattfinden. Höhepunkt wird der grosse Umzug vom Samstag sein, an dem 40 Cliquen und Wagen und 1500 Narren teilnehmen.

In Bellinzona, Chiasso und Mendrisio begann die Fasnacht am Donnerstagabend mit der Übergabe der symbolischen Schlüssel zu den Stadttoren an die Narren. Den Höhepunkt bilden auch hier die Umzüge vom Sonntag in Bellinzona und vom Dienstag in Chiasso.

Der Fasnachtsauftakt verlief ohne grössere Zwischenfälle. In Luzern musste die Polizei bei mehreren Tätlichkeiten einschreiten. Eine Person erlitt eine Kopfwunde und musste hospitalisiert werden.

(bsk/news.ch mit Agenturen)

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