Doch kein direkter Zugriff?
Fast 10'000 Apple-Kunden im Visier der US-Behörden
publiziert: Montag, 17. Jun 2013 / 10:17 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Jun 2013 / 10:43 Uhr
Gemäss Apple sind alle iMessage-Nachrichten verschlüsselt und auch Apple hat keinen Zugriff auf die Inhalte.
Gemäss Apple sind alle iMessage-Nachrichten verschlüsselt und auch Apple hat keinen Zugriff auf die Inhalte.

Cupertino - Nach Facebook und Microsoft hat auch Apple Zahlen zu Anfragen der US-Behörden nach Nutzer-Informationen veröffentlicht. Demnach erhielt der iPhone-Konzern in den sechs Monaten von Dezember 2012 bis Ende Mai dieses Jahres zwischen 4000 und 5000 solcher Anträge.

11 Meldungen im Zusammenhang
Davon seien 9000 bis 10'000 Kunden-Konten mit Apple-Geräten betroffen gewesen, berichtete Apple am Montag. Facebook hatte von bis zu 10'000 Anfragen im gleichen Zeitraum berichtet. Microsoft sprach von etwa 31'000 Kundenkonten, bei denen um Informationen ersucht worden war.

Apple betonte, bei dem Grossteil der Behörden-Anfragen gehe es um Polizei-Arbeit, wenn etwa nach verschwundenen Kindern gesucht werde oder es darum gehe, einen Selbstmordversuch zu verhindern. Zugleich versucht der Konzern, Datenschutz-Sorgen seiner Kunden zu zerstreuen.

So seien alle Nachrichten in dem hauseigenen Messaging-Dienst iMessage verschlüsselt und auch Apple habe keinen Zugriff auf die Inhalte. Das gleiche gelte für den Videochat-Service FaceTime. Ausserdem speichere Apple nicht in «identifizierbarer Form» Daten zu Aufenthaltsorten von Kunden, Suchen in Kartendiensten oder Fragen an den persönlichen Assistenten Siri.

Firmen bestreiten direkten Zugriff

Den Internet-Unternehmen ist es seit dem Wochenende erlaubt, auch bisher geheime Anfragen mit Bezug zur nationalen Sicherheit in die Statistik aufzunehmen. Dabei dürfen sie allerdings nur die Gesamtzahl aller Anfragen in einer Spanne nennen. Google geht das nicht weit genug, der Konzern will auch die Staatssicherheitsanfragen einzeln beziffern können.

Die Zeitungen «Guardian» und «Washington Post» hatten geheime Dokumente veröffentlicht, die den Eindruck erwecken, dass der US-Geheimdienst NSA in grossem Stil Nutzerdaten bei amerikanischen Internet-Unternehmen abgreift.

Auch der Informant Edward Snowden erzählte, dass er sich bei der NSA einfach Zugriff zu allen möglichen Nutzerdaten habe verschaffen können. Die Firmen bestreiten vehement einen direkten Zugriff der Behörden auf ihre Server und betonen, dass Daten nur auf Gerichtsbeschluss übergeben würden.

Die US-Regierung ihrerseits hatte das Überwachungsprogramm verteidigt und erklärt, es sei notwendig zum Schutz der nationalen Sicherheit. Die Rechtsgrundlage dafür ist der «Patriot Act». Das in Folge der Anschläge vom 11. September 2001 erlassene Gesetz schränkt die Bürgerrechte in den USA teilweise ein.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Für fast 388'000 Dollar ... mehr lesen
Der Apple 1 wurde für viel Geld gekauft.
Das Online-Spiel sensibilisiert Kinder und Jugendliche für den Schutz ihrer Privatsphäre.
Regensburg - Der richtige Umgang ... mehr lesen
Washington - Nach immer neuen ... mehr lesen 2
Snowden befindet sich im Flughafen Moskau-Scheremetjewo. Von dort will er über Havanna nach Ecuador.
Hilfreiche Unterstützung in dunklen Stunden.
Software-Update immer noch ... mehr lesen
Bern - Nach anderen Internetfirmen ... mehr lesen
Yahoo-Chefin Marissa Mayer lässt sich nicht in die Karten blicken.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Facebook war der erste Konzern, der Informationen zu den Anfragen bekannt geben durfte.
Washington - Im Skandal um US-Spionage im Internet hat Facebook erstmals Zahlen zu Anfragen amerikanischer Behörden nach Nutzer-Daten veröffentlicht. Demnach musste das ... mehr lesen
Etschmayer Das Erstaunen und Entsetzen über ... mehr lesen 4
NSA-Hauptquartier: Spione lieben Daten - je mehr, desto besser.
Das Internet ist Teil unseres Lebensstils geworden.
Berlin/Bonn/Washington - Insider ... mehr lesen
San Francisco - Die Chefs von Google und Facebook haben mit Nachdruck den ... mehr lesen
Mark Zuckerberg und Larry Page wehren sich gegen die Vorwürfe.
Wie schütze ich meine Identität?
NSA verlangt Nutzer-Informationen ... mehr lesen
Washington - Der US-Geheimdienst ... mehr lesen 1
Die NSA soll laut einem Zeitungsbericht weitere US-Medien ausspionieren. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung bei domains.ch.
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung ...
SMS-Token zusätzlich zu deinem domains.ch Passwort  St. Gallen - Domains sind ein wertvolles immaterielles Gut. Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn dein operativer und Umsatz bringender Online-Shop auf einmal gekapert würde. Alle E-Mail Geschäftskorrespondenzen nicht mehr ankämen und Unfug mit deiner Domain getrieben würde. mehr lesen 
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die ... mehr lesen
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen  
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche neuerdings dank eines Location-Features der Agentur Copley Advertising direkt ausfindig und bombardieren ... mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Basel 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Bern -2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
Luzern 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten