Fast 130 Tote bei Gewalt im Irak
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 18:43 Uhr

Samarra - Nach dem Anschlag auf die den Schiiten heilige Goldene Moschee in Samarra ist der Irak von einer Gewaltserie mit fast 130 Toten erschüttert worden.

Bush will mehr Ordnung im Irak.
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Hohe Politiker erliessen Appelle, das Land nicht in einen Bürgerkrieg abgleiten zu lassen.

Seit dem Attentat am Mittwochnachmittag seien allein ins Leichenschauhaus von Bagdad mindestens 80 von Kugeln durchsiebte Leichen gebracht worden, sagte dessen stellvertretender Leiter. Zur Identität der Toten macht er keine Angaben.

Im Osten Bagdads wurden weitere 47 Tote mit Schusswunden an einer Strasse entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Bei einem Bombenanschlag in Bakuba nordöstlich von Bagdad wurden zwölf Menschen getötet, unter ihnen acht Soldaten. Aus Bagdad und Hilla berichteten Augenzeugen, dass mehrere sunnitische Persönlichkeiten ermordet oder entführt worden seien.

Bürgerkrieg abwenden

Angesichts der eskalierenden Gewalt zwischen der schiitischen Bevölkerungsmehrheit und den Sunniten warnte Übergangspräsident Dschalal Talabani, ein Kurde, vor dem Ausbruch eines Bürgerkriegs. «Wir müssen jetzt alle zusammenstehen, um einen Bürgerkrieg abzuwenden», mahnte er.

Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte sowohl den Anschlag auf die Goldene Moschee als auch die Angriffe auf sunnitische Moscheen scharf. Der Rat sei beunruhigt darüber, dass offensichtlich inter- konfessionelle Spannungen entfacht werden sollten, sagte der US- Botschafter bei der UNO, John Bolton.

Rice auf Nahost-Reise

US-Präsident George W. Bush bekräftigte in Washington seinen Appell an die Iraker, zu Ruhe und Ordnung zurückzukehren. Aussenministerin Condoleezza Rice sagte auf ihrer derzeitigen Nahost-Reise, ein Bürgerkrieg sei ausschliesslich im Interesse von Terroristen wie dem El-Kaida-Anführer Abu Mussab el Sarkawi.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad beschuldigte hingegen «Zionisten und die geschwächten Besatzer» des Attentats auf die Moschee in Samarra.

(sda)

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