Fast 250 Millionen Diabetiker weltweit
publiziert: Montag, 4. Dez 2006 / 20:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Dez 2006 / 21:36 Uhr

Kapstadt - Weltweit leben gemäss der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) 250 Millionen Diabetiker. Diese Zahl ist deutlich höher als die Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von mehr als 180 Millionen Betroffenen.

Ein komplexes Zusammenspiel genetischer, sozialer und ökologischer Faktoren  ist für die Verbreitung der Krankheit verantwortlich.
Ein komplexes Zusammenspiel genetischer, sozialer und ökologischer Faktoren ist für die Verbreitung der Krankheit verantwortlich.
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Inzwischen litten knapp sechs Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung an der chronischen Stoffwechselkrankheit, berichtete die IDF zum Auftakt des Welt-Diabetes-Kongresses. Dennoch finde das Problem bei Politikern kaum Beachtung.

«Es ist gerade einmal 20 Jahre her, dass die verlässlichsten verfügbaren Informationen von 30 Millionen Diabetes-Patienten sprachen», betonte der bisherige IDF-Präsident Pierre Lefebvre: «Nun zeichnet sich ein düsteres Bild ab; Diabetes bahnt sich seinen Weg zur Epidemie des 21. Jahrhunderts.»

Keine Alterskrankheit mehr

Einst als Alterskrankheit angesehen, habe Diabetes nun einen Generationenwechsel vollzogen und betreffe zunehmend Menschen im erwerbsfähigen Alter, vor allem in Entwicklungsländern. Nach den Erkenntnissen der in Brüssel ansässigen IDF gehören 46 Prozent der Patienten zur Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen.

Frühere Zahlen hätten das Ausmass des Problems unterschätzt. Auch die pessimistischsten Prognosen hätten unter den aktuellen Zahlen gelegen. Für den globalen Anstieg verantwortlich sei ein komplexes Zusammenspiel genetischer, sozialer und ökologischer Faktoren.

Verdoppelung erwartet

Die WHO schätzt, dass sich die Zahl der Diabetiker bis 2030 mehr als verdoppeln wird. Auch die IDF nimmt an, dass die Gesamtzahl der Diabetiker in den nächsten 20 Jahren ohne entsprechende Gegenmassnahmen auf etwa 380 Millionen steigen wird.

Die IDF ist eine Organisation mit 190 Mitgliedsverbänden in mehr als 150 Ländern, deren Ziel die Förderung der weltweiten Behandlung, Vorbeugung und Heilung von Diabetes ist. Gemeinsam mit anderen Lobby- Gruppen fordert sie eine UNO-Resolution zu Diabetes. Die Konferenz mit insgesamt 12 000 Delegierten endet am Donnerstag.

(ht/sda)

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