Fast 800 Tote nach Tropensturm «Sidr»
publiziert: Freitag, 16. Nov 2007 / 21:23 Uhr

Dhaka - Bei dem verheerenden Zyklon «Sidr» in Bangladesch sind nach offiziellen Angaben fast 800 Menschen ums Leben gekommen. Inoffizielle Schätzungen gingen aber von weit mehr Toten aus.

«Sidr» richtet auch schon in Indien massive Schäden an.
«Sidr» richtet auch schon in Indien massive Schäden an.
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Bis Freitagabend (Ortszeit) seien 785 Leichen geborgen worden, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde in Dhaka, Mohammad Ayub. In die am schlimmsten betroffenen Gebiete drangen die Rettungskräfte allerdings noch nicht vor.

Die indische Nachrichtenagentur PTI meldete aus dem Nachbarland, nach inoffiziellen Schätzungen liege die Zahl der Toten bei mehr als 1000. Ausserdem würden rund 3000 Fischer auf hunderten Booten vermisst.

«Sidr» erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Er war damit der schwerste Sturm in der Region seit Jahren.

Schneise der Verwüstung

An der Küste im Süden schlug «Sidr» eine Schneise der Verwüstung. Der Sturm entwurzelte tausende Bäume, deckte Dächer ab und knickte Telefon- und Strommasten um. Meterhohe Wellen brandeten an die Küste.

Unzählige Stroh- und Lehmhütten wurden dem Erdboden gleichgemacht, Felder und Fischfarmen wurden zerstört. Zahlreiche Nutztiere kamen ums Leben.

Am schwersten betroffen ist der Distrikt Patuakhali an der Küste im Süden. Im ganzen Land fiel der Strom über Stunden aus. Noch in der nördlich gelegenen Hauptstadt Dhaka entwurzelte «Sidr» Bäume.

Der Zyklon wurde heute Freitag zu einem tropischen Sturm heruntergestuft. Der Chef der Übergangsregierung, Fakhruddin Ahmed, flog gemeinsam mit Armeechef Moeen Ahmed ins Katastrophengebiet, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

(smw/sda)

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