Fast alle Passagiere der Flugzeugentführung frei
publiziert: Samstag, 18. Aug 2007 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Aug 2007 / 11:08 Uhr

Ankara - In der Türkei ist am Morgen ein Flugzeug mit 142 Menschen an Bord auf dem Weg von Nord-Zypern nach Istanbul entführt worden. Gemäss der Fluggesellschaft Atlasjet kamen die meisten Personen bei einer Zwischenlandung in Antalya frei.

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Atlas Jet.
Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Atlas Jet.
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Allerdings würden die zwei Täter noch sechs Geiseln festhalten, sagte Firmenchef Tuncay Doganer: vier Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder. Insgesamt waren 136 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen.

Die Maschine habe im südtürkischen Antalya landen müssen, da sie für den geforderten Weiterflug nicht genug Sprit an Bord gehabt habe. Nach unterschiedlichen Angaben verlangten die Entführer einen Weiterflug in ein Nahost-Land, in die iranische Hauptstadt Teheran oder nach Syrien.

Gemäss einem Bericht des türkischen Fernsehsenders CNN Türk verlangten die Entführer in Verhandlungen mit den Behörden, dass wieder Piloten an Bord kommen und sie mit den verbliebenen Geiseln weiterfliegen sollten. Die Behörden lehnten die Forderungen demnach ab und forderten die beiden Männer auf, sich zu ergeben.

Mitglieder von El Kaida

Der türkische Sender NTV zitierte einen Augenzeugen mit den Worten, die Entführer an Bord hätten erklärt, sie seien Mitglieder der El Kaida. Ein anderer Zeuge sagte, die Männer hätten Arabisch gesprochen. Wiederum andere Passagiere sagten, es sei eine Bombe an Bord gewesen.

Die Maschine war auf dem Weg vom Flughafen Ercan im türkischen Teil Zyperns nach Istanbul, als sie entführt wurde. Laut Doganer kamen die Passagiere in Antalya frei, indem sie flohen. Andere wiederum seien freigelassen worden.

Eine befreite Passagierin berichtete im Fernsehen, die Entführer hätten Frauen und Kinder nach vorne gebeten, um sie freizulassen. Währenddessen hätten die Männer die Hecktür aufgebrochen.

(tri/sda)

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