Fünftel der Bevölkerung
Fast eine Million Flüchtlinge nach Gewalt in Zentralafrika
publiziert: Freitag, 3. Jan 2014 / 20:15 Uhr

In der Zentralafrikanischen Republik sind wegen der Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Milizen fast eine Million Menschen auf der Flucht. Das ist ein Fünftel der Bevölkerung.

7 Meldungen im Zusammenhang
Allein in den vergangenen zwei Wochen seien durch die Gewalt 200'000 Menschen vertrieben worden, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Freitag in Genf mit.

Die muslimische Rebellengruppe Seleka hatte im März die Macht an sich gerissen, zahlreiche Menschen getötet und massenweise geplündert. Als Reaktion darauf bildeten Christen Milizen. Die Stationierung von 1600 französischen und fast 4000 afrikanischen Soldaten hat die Gewalt kaum eindämmen können.

In der vergangenen Woche hat sich die Zahl der Menschen, die auf dem Gelände des Flughafens in der Hauptstadt Bangui Zuflucht suchen, auf 100'000 verdoppelt. Dort gibt nicht genügend Wasser und Lebensmittel. Hilfsorganisationen kommen nur schwer zu den Notleidenden durch, weil in der Nähe gekämpft wird.

Es herrschten Angst und Chaos, sagte ein UNHCR-Sprecher in Genf. Eine Verteilung von Hilfsgütern sei nicht möglich. «Es ist eine schreckliche Situation.» Es gebe Berichte über Racheakte, Bewaffnete seien in Krankenstationen eingedrungen und hätten Patienten angegriffen.

Auch auf das Nachbarland Tschad wirken sich die Kämpfe aus. Die dortige Regierung brachte die Bewohner der Grenzregion in Sicherheit. Viele von ihnen rücken ins Visier der Christen-Milizen, die ihnen vorwerfen, mit der muslimischen Seleka verbündet zu sein.

 

(tafi/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Laut MSF werden die Menschen sich selbst überlassen.(Symbolbild)
Bern - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft der internationalen Gemeinschaft vor, beim Schutz der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik komplett zu ... mehr lesen
Brüssel - Die Europäische Union plant einen Einsatz von Truppen in der Zentralafrikanischen Republik. Die Botschafter der 28 EU-Staaten beraten am Freitag in Brüssel erstmals über einen Vorschlag der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton, 700 bis 1000 Soldaten zu entsenden. mehr lesen 
Die Vereinten Nationen haben vor einer Ausweitung des Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik zu einem Religionskrieg gewarnt. Die UNO befürchtet, der Konflikt könnte sich auf andere Länder ausbreiten und die gesamte Region weiter destabilisieren. mehr lesen 
Rom - Anlässlich des traditionellen Weihnachtssegens «Urbi et Orbi» hat Papst Franziskus zu Frieden in Syrien, ... mehr lesen
Papst Franziskus spendete den Segen «Urbi et Orbi». (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bangui - Christliche Milizen haben am Freitag muslimische Viertel der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui gestürmt und um sich geschossen. Bewohner seien in Panik geflohen, sagte ein Sprecher der Übergangsregierung. mehr lesen 
Die Schweiz erhöht ihre finanzielle Unterstützung für die Opfer der Krise in der Zentralafrikanischen Republik. Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage stellt die Schweiz dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) zusätzlich 800'000 Franken zur Verfügung. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Die Ehe der Eltern hat einen erheblichen Einfluss auf die Psyche von Kinder und Teenager.
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das ... mehr lesen  
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ... mehr lesen  
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 14°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Bern 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Genf 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten