Fast eine Million Menschen auf der Flucht
publiziert: Samstag, 30. Aug 2008 / 14:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Aug 2008 / 15:30 Uhr

Patna - Im Osten Indiens sind angesichts der heftigsten Überschwemmungen der letzten fünfzig Jahre über 300'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. In den kommenden vier bis fünf Tagen sollen in einer Grossaktion weitere Menschen gerettet werden.

600'000 Menschen warten noch auf die Hilfe des Katastrophenschutzes. (Archivbild)
600'000 Menschen warten noch auf die Hilfe des Katastrophenschutzes. (Archivbild)
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Nach Angaben des Katastrophenschutzes warten noch 600'000 Menschen darauf, in den mehr als hundert Notunterkünften der Regierung oder Tempeln Unterschlupf zu finden.

Rund 70 Menschen kamen allein im Bundesstaat Bihar ums Leben, seit der Fluss Kosi in der vergangenen Woche nach heftigen Monsun-Regenfällen über die Ufer trat. Mindestens 20 Menschen starben, als in Bihar ein überfülltes Rettungsboot kenterte.

Keine Normalisierung erwartet

Insgesamt sind in Indien und Nepal offiziellen Angaben zufolge rund 3,5 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Der Fluss Kosi verläuft an der Grenze zu Nepal, wo Behördenangaben zufolge ebenfalls zahlreiche Deiche und Flutsperren weggespült wurden.

Die indische Regierung erwartet in den kommenden Monaten keine Normalisierung der Lage. «Wir werden den Überlebenden bis Oktober Essen und Unterkünfte bieten müssen, da sie nicht in ihre Häuser zurückkehren werden können», sagte der zuständige Minister Nitish Mishra gegenüber der AFP.

Die Zahl der Todesopfer während der diesjährigen Regenzeit in Indien stieg auf mehr als 1700. Auch sagten Meteorologen weitere Regenfälle voraus. Üblicherweise ist von Juni bis Oktober in Indien Regenzeit. In diesem Jahr setzte der Monsunregen aber einige Wochen früher ein.

(tri/sda)

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