Faule Griechen - Nazi-Deutsche
publiziert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 09:22 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 12:36 Uhr
Einige der Gelddiktatoren, welche die Demokratie demontieren.
Einige der Gelddiktatoren, welche die Demokratie demontieren.

In der Verschuldungsdebatte jagt ein Klischée das Andere. Griechen sind faul, Italien gleich Mafia, Spanier sind arbeitsscheue Machos, allein die Deutschen sind fleissig und sparsam. Es ist unfassbar, es ist unanständig, es ist menschenfeindlich, es ist undemokratisch wie die gegenwärtige klassische globale Kapitalismuskrise mit nationalen Stereotypen aufgeladen wird.

2 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Talk-Show zum Thema
Talkshow mit Regula Stämpfli zum Thema im HRfernsehen (im Schweizer Kabelnetz zu finden)
hronline.de

Der Deutschen Bank & Co. ist es wie dem Vatikan zur Zeit der Inquisition gelungen, Idiotie als Wahrheit zu verkaufen. Der Stammtisch, dessen dicke fette Wirtin Angela Merkel heisst, nimmt den Wahnsinn auf, pöbelt wie anno dazumals und gäbe es einen Pranger, dann würde das gesamte griechische Volk daran gepfählt. Pardon: Nur das Volk natürlich, die globalen griechischen Steuerhinterzieher, die griechischen Hedgefondsspekulanten, die griechischen Milliardäre, die via Siemens sicher gerne den einen oder anderen Manager zu schmieren wissen etc. würden natürlich verschont.

Als Wissenschaftlerin muss man wütend werden, wenn Wahrheit als Lüge verkauft und unter den Massen verbreitet wird.Thomas Straubhaar meinte am 27.2.2012 in der Handelszeitung: «Griechenland müsste ein Protektorat werden.» Niemand schreit Aua wenn die überall amtierenden Inquisitions-Neoliberal-Universitätsprofessoren derartige Sätze von sich geben. Die «gelenkte Demokratie» von Putin ist im Vergleich zu den Vorstellungen, die uns die Monetaristen von den Börsen-Kanzeln herabbeten ein wahres Freiheitsreich.

Unfassbar ist, dass dieser Schrott, über welchen vor 20 Jahren alle gelacht hätten, via Bild et al. überall verbreitet wird. Die Gelddiktatur hat nun wirklich alles im Griff: Die Bilder, die Entmenschlichung, die Entfremdung, die Herrschaft. Dabei ist Griechenland ist nur die Spitze des Eisbergs einer Geldherrschaft, welche die Korrupten an der Macht hält, die Reichen unfassbar reicher, die Armen unglaublich ärmer werden lässt, welche ein Schul- und Bildungssystem zerstört und ein Land, ja eine ganze Region der Verwüstung preisgibt.

Hedgefonds verspekulieren unser europäisches Volksvermögen mit den Wetten auf Staatsbankrotte. globale Banken zerstören das letzte angehauchte Wettbewerbsmodell zum grassierenden Finanzkapitalismus namens Europa. Erstaunlich daran ist nicht, dass die Geldfresser und Menschenhasser dies tun, erstaunlich ist nur, wie die Geschichte als Lüge inszeniert und dann von sogenannten Intellektuellen weiterverbreitet wird.

Ich bin fassungslos darüber, wie grandios die Gelddiktatur es schafft, klare ökonomische, strukturelle und hierarchisch-korrupte Institutionen, Akteure und Prozesse in nationalen Stereotypen zu entsorgen. Ich bin fassungslos darüber, wie antieuropäisch Angela Merkel agiert und jedes Rettungspaket wider Willen durchschleppt, solange wartet, dass noch mehr Milliarden den Bach runter gehen und jetzt mit der Weigerung, einen europäischen Rettungsschirm zu äufnen, um die verdammten Hedgefonds in ihrem Treiben zu beschränken, tatsächlich unsere Volkswirtschaften riskiert. Ich bin fassungslos, wie die Gelddiktatur Verwüstungen anrichtet, ohne dass irgendeine Verteidigung der Demokratien ins Auge gefasst werden.

Dabei ist es einfach: Die Grossbanken müssen in Kredit- und Investitionsbanken aufgesplittet werden, Leerverkäufe sind zu verbieten, die kapitale Transfersteuer ist sofort einzuführen und in ganz Europa müssen Lohnerhöhungsrunden durchgeführt werden. Griechenland kriegt wie Deutschland nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkrieg einen Marshallplan. Steuerflucht wird international geahndet und wenn wir schon dabei sind: Keine Freihandelsrunden mehr mit China ohne Mindest-Sozialbestimmungen.

Es ist wirklich einfach, die «faulen Griechen» von heute auf morgen in eine europäische, wirtschaftlich tragbare und menschlich verantwortbare Lösung zu führen. Vor allem, weil es dabei nicht um die faulen Griechen, sondern um die grossen Schweine der Finanzwirtschaft und den sie unterstützenden Politikern geht ? die einzige Stereotypisierung übrigens, die mit der Wahrheit zusammenfällt.

(Regula Stämpfli/news.ch)

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Habe es jetzt doch noch gelesen.
Dazu gibt es nichts zu sagen. Es sind einfach die letzten wütenden Zuckungen der einstmals flammenden Befürworter des vermeintlichen sozialdemokratischen Etappenziels EUdSSR. Jetzt jammern sie über all die Ereignisse, vor denen sie gewarnt wurden und die sie für "nicht mehr möglich" in Europa hielten. Tja, das muss schmerzen, diese Begegnung mit der Realität. Fast verständlich, dass da so ein Abwehrreflex aktiviert wird und man alles dem verhassten politischen Gegner in die Schuhe schieben möchte.. tsts... "Schweine der Finanzwelt"... "einzige zutreffende Stereotype"... herzig.

Eigentlich tragisch, behaupten doch die Linken immer, die Wähler der Rechten seien alles dumme, ungebildete Stammtischler, während ihre eigenen Wähler natürlich alles Doktoren der Philosophie sind - mindestens. Nun werden halt die dummen Stammtischler Recht bekommen. Hochmut kommt eben vor dem Fall.
Gleichzeitig behaupten diese gebildeten Linken (mit dem seltsam nach halbgebildet riechenden Vokabular) doch bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit, dass sie es seien, die sich für den "einfachen Arbeiter" einsetzen würden.... also doch für die dummen Stammtischler?? Oder sind die vielen Mitglieder der Gewerkschaften alles Doktoren?

Ein fruchtbarerer Boden für eine Diskussion über Linken Schiffbruch wäre die derzeitige Entwicklung im grossen nördlichen Kanton bezüglich erneuerbarer Energien. Ein wahres Desaster, in das sich die Politik dort durch die falschen Flötentöne der Umbau-Magier hat ziehen lassen - Ende nicht absehbar. Aber das ist ein anderes Thema. Leider liest man in Schweizer mainstream-Medien kaum etwas darüber. Warum eigentlich??
Ach wie gut dass niemand weiss . . .
. . . dass ich Rumpelstämpfchen heiss. Plumpe Rhetorik mit wenig Sachkenntnis und ohne jeden Sinn für europäisches Handeln. Zwar optimal für die Arena aber zu flach als Diskussionsanstoss im News-Forum. Schadé . . .
Ja, keinschaf!
Dann amüsieren Sie sich mal ganz fest ... Viel Vergnügen, das gönne ich Ihnen!

Wie war das doch schon mit der SVP ... jetzt nach den Wahlen? Immer noch überzeugt, dass diese vielen Lügner und Heuchler, die in der SP dabei sein dürfen, überall richtig liegen?

Haben Sie sich wirklich umfassend darüber informiert?
Jetzt wirklich, für Sie speziell, keinschaf - im Wolfspelz!
Auf die 12.
Wieder einmal auf die 12. Wie war das noch mit dem EQ? lach...
Ihnen darf man gar nicht sagen, wie weit Ihr Verständnis der Dinge von der Realität entfernt ist, aber man darf sich darüber amüsieren.
Super! Keinschaf ..., besser hätten Sie sich hier ...
... gar nicht outen können!
Ich würde aber jetzt, wenn ich Sie wäre, schnell in den Schafstall verschwinden - für etliche Zeit! - und solange mich nicht mehr zeigen, bis SIE den Sinn den Geschriebenen auch wirklich selbst verstehen können! Vielleicht hilft Ihnen dabei möglicherweise auch Ihr/e Einflüsterer/In ....

Auf der anderen Seite grasen ja so viele Schafe gerade jetzt und suchen frische Pflänzchen zum geniessen .... Bleiben Sie doch dabei, so lange das Wetter so prächtig mîtmacht ...!
EQ ist bekannt.
Klar doch. Die von emotionaler Intelligenz reden, das sind diejenigen, die in der Schule lieber gemalt und getanzt haben.
keinschaf ... Ihnen ist diese Ironie aber nicht selbst eingefallen ...! Gell ...
Übrigens! Kennen SIE Ratten, die Tiere, nicht diese Menschen, auch gut! Unsere Kinder hatten Ratten ... WIR lernten damals von diesen Tieren, die sich zwar massiv auch selbst verteidigen, wenn sie müssen, ABER auf der anderen Seite sind diese Ratten - natürlich Laborratten - sehr sozial und würden einem Familienmitglied - also auch uns damals ... - nichts zuleide tun. Echte Schmusetiere mit einer guten Intelligenz .... Manche Menschen bräuchten davon sehr viel mehr, nämlich ein Mehr an emotionaler Intelligenz! Wenn SIE wissen, was damit gemeint ist - wenn nicht, so kann Ihnen Google ja weiterhelfen!
für alle, nicht für wenige - SP
Wie im Falle des Herrn Le(v)rat gezeigt, sind die Plakate der SP immer ehrlich - nur haben sich meist ein paar zusätzliche Buchstaben eingeschlichen.

für alle weniger

So stimmt's.
Falscher Baum! Keine Zeit muss sägen!
Die Griechen sind an Ihrem Debakel selber schuld. Die Schuld alleine den Hedge Fonds und Banken zuzuschreiben ist einfach dumm. Jahrelanges Missmanagement, über die Verhältnisse leben, Gewerkschaftliche Vereinbarungen die nicht bezahlbar sind, Streiks, dasTolerieren von Korruption auf allen Ebenen und die Unfähigkeit einen Steuerapparat aufzubauen sind die Hauptgründe.

Ja es braucht eine Art Marshall Plan, denn was man mit Griechenland zur Zeit macht, ist ähnlich wie das was man Deutschland nach dem WW1 antat. Es liegt am Boden und man tritt immer noch nach und blutet es aus. Bei Deutschland führte dies in WW2 und die Alliierten hatten aus dem Fehler gelernt.

Man hat Angst vor dem Dominoeffekt, ansonsten hätte man Griechenland schon lange aus der Eurozone gebeten. Während die ganze Welt auf den Sündenbock Griechenland schaut, liegt keine Aufmerksamkeit auf die enorme Verschuldung der USA, UK, Italien, Portugal und Spanien. Die machen mir mehr Angst. Zum Glück hat zumindest Italien zur Zeit mit Mario Monti den richtigen Mann an der Spitze.

Zum Rest BigBrother: Wirklich lustig zuzusehen wie die Schweizer im Moment voller Freude am Ast sägen auf dem sie sitzen!
Politfilz herrscht überall
Mit der Kritik bin ich einverstanden. Die vermeintliche Lösung des Problems, welche im 2. letzten Abschnitt abgehandelt wird, ist jedoch nicht mehr als sozialistische Ideologie; einfach nicht praktikabel. Die Welt ist nicht ein Dorf, in welchem mit einem Schlag alle zur Räson gezwungen werden können. Da gibt es immer Schlupflöcher. Ist es denn besser, wenn wir in Europa "sauber" sind und die Finanztransaktionen dann von Singapur, den Cayman Islands usw. aus getätigt werden? Wollen wir uns wirklich unser eigenes Grab schaufeln?

Die Vorsteherin unseres EFD, zusammen mit der SP usw., helfen den Banken ein weiteres Mal mit dem US-Steuerdeal statt die eigentlichen Sünder vor ein Gericht zu stellen. Wer kommt eigentlich für die enormen Kosten auf, welche unsere Diplomaten und Bürokraten aufwenden, um dieses Abkommen auszuhandeln?

Was geschieht mit der Abzocker-Initiative? Will das Parlament ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen werden? Der Politfilz in Bern muss entflochten werden. Solange aber unsere Parlamentarier zwei Seelen in der Brust tragen und Lobbyisten Zugang verschaffen dürfen, solange wird nicht im Interesse des Volks gehandelt; da nützt auch der Slogan ’für alle, nicht nur für wenige’ gar nichts. Nur Taten zählen, nicht hohle Worte!
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