Favorisierte Franzosen werden gefordert
publiziert: Samstag, 3. Jun 2006 / 08:42 Uhr

In der Gruppe G ist Frankreich nicht nur seines Rendements wegen der Topfavorit.

Ramyond Domenech hat mit internen Quereleien zu kämpfen.
Ramyond Domenech hat mit internen Quereleien zu kämpfen.
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Vor allem die Schweiz und Südkorea werden den Weltmeister von 1998 und Europameister von 2000 im Kampf um einen Achtelfinal-Platz hart fordern, während Togo der klare Aussenseiter ist.

Frankreich: Interne Unruhen

Ramyond Domenechs Verjüngungskur in Frankreichs Team endete abrupt nach einem durchzogenen Start in der Qualifikation. Zinédine Zidane, Liliam Thuram und Claude Makelele kehrten in die Mannschaft zurück, und auf die Stars der WM vor acht Jahren setzt nun der umstrittene Coach.

Viel wird für die Franzosen davon abhängen, wie Zidane und Thierry Henry harmonieren. Bisher fand sich das unbestritten überdurchschnittliche Duo in der «Equipe tricolore» nur selten. Ausserdem droht der permanent schwelende Konflikt zwischen dem Team und Domenech ständig zu eskalieren.

So war der als Nummer 2 bestimmte Goalie Grégory Coupet schon aus dem Camp abgereist, weil er das Verhalten des ihm vorgezogenen Fabien Barthez nicht duldete.

Schweiz: Jung und hungrig

Die Schweiz hat nach Togo und Ghana die jüngste Mannschaft der WM, und dieser «Jugendstil» ist die grosse Chance des Teams von Köbi Kuhn.

Die jungen Spieler brachten einen «Winning-Spirit» in die Mannschaft. Philippe Senderos (21), Tranquillo Barnetta (21) oder Philipp Degen (23) sind trotz ihres Alters bereits unumstrittene Stammspieler und Leistungsträger.

Selbst Captain Johann Vogel als ordnende Hand im Spiel ist erst 29-jährig. Das grösste Problem der Schweiz liegt in der Offensive, wo ihr das Toreschiessen noch immer schwer fällt.

Südkorea: Schweres Erbe

Vor vier Jahren stiess Südkorea an der WM in eigenen Land bis die Halbfinals vor; an dieser Vorgabe wird der neue Coach Dick Advocaat gemessen.

94 Prozent der Koreaner sind überzeugt, dass ihr Team mindestens die Achtelfinals erreicht. Allerdings stand Advocaat das Team nicht wie vor vier Jahren Guus Hiddink ein halbes Jahr für die Vorbereitung zur Verfügung.

Mit Ji-Sung Park (Manchester United) und Young-Pyo Lee (Tottenham) haben die Koreaner zwei Stars im Team, die in Europa vor allem während ihrer gemeinsamen Zeit im PSV Eindhoven für Furore sorgten.

Togo: Unbeschwert zur Premiere

Nach der Enttäuschung am Afrika-Cup zu Beginn dieses Jahres ersetzte der Deutsche Otto Pfister den bisherigen Nationalcoach Stephen Keshi, nur wenige Wochen nachdem dieser zu Afrikas Trainers Jahres gekürt worden war.

Keshi stolperte letztlich über einen Streit mit Togos Star Emmanuel Adebayor, der mit elf Toren massgeblichen Anteil an der erstmaligen Qualifikation der Westafrikaner hatte.

Von der Leistung des gebürtigen Nigerianers, der im Winter von Monaco zu Arsenal wechselte, wird auch an der WM das Schicksal Togos abhängen.

Gruppe G:

Schweiz. Gegründet: 1895. -- FIFA-Beitritt: 1904. -- FIKA-Ranking: 35. -- WM-Teilnahmen (7): 1934 (Viertelfinals), 1938 (Viertelfinals), 1950 (Gruppenphase), 1954 (Viertelfinals), 1962 (Gruppenspiele), 1966 (Gruppenspiele), 1994 (Achtelfinals).

Frankreich. Gegründet: 1919. -- FIFA-Beitritt: 1904. -- FIFA-Ranking: 5. -- WM-Teilnahmen (11): 1930, 1934, 1938 (Viertelfinals), 1954, 1958 (Halbfinals), 1966, 1978, 1982 (Halbfinals), 1986 (Halbfinals), 1998 (Weltmeister), 2002. -- Bilanz der Schweiz gegen Frankreich: 35 Spiele/12 Siege/8 Unentschieden/15 Niederlagen. -- Letztes Spiel: Schweiz - Frankreich 1:1 (in Bern, 8. Oktober 2005).

Togo. Gegründet: 1960. -- FIFA-Beitritt: 1962. -- FIFA-Ranking: 56. -- WM-Teilnahmen: Erstmals für eine WM qualifiziert. -- noch kein Länderspiel.

Südkorea. Gegründet: 1928. -- FIFA-Beitritt: 1948. -- FIFA-Ranking: 29. -- WM-Teilnahmen (6): 1954, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002 (Halbfinals). -- noch kein Länderspiel.

(rr/Si)

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