Fechten: Teamküken Géroudet als Lichtblick
publiziert: Dienstag, 29. Jun 2004 / 17:25 Uhr

Die 18-jährige Degenspezialistin Tiffany Géroudet war in Abwesenheit von Teamleaderin Sophie Lamon sowie der nicht mehr selektionierten Gianna Hablützel-Bürki die beste Schweizerin zum Auftakt der Fecht-Europameisterschaften in Kopenhagen.

Géroudet habe im Einzel das Maximum herausgeholt.
Géroudet habe im Einzel das Maximum herausgeholt.
Die 18-jährige Walliserin Géroudet unterlag im 32er-Tableau Irina Embrich mit 13:15. Die siegreiche Estin war im letzten Herbst in Havanna mit Estland im Teamwettbewerb Vierte gewesen, ein Jahr davor in Lissabon WM-Silbermedaillengewinnerin mit dem Team. Linkshänderin Géroudet wiederum hatte im Vorjahr mit dem überraschenden Gewinn des Schweizer Elite-Meistertitels für Aufsehen gesorgt. Nun startete sie erstmals an internationalen Titelkämpfen der Elite für die Schweiz.

"Géroudet hat im Einzel das Maximum herausgeholt", urteilte deshalb Kalich, der sich vorab an der Vorrunden-Bilanz (4:1 Siege, darunter einem Erfolg über Team-Weltmeisterin Hajnalka Toth/Un) und Géroudets Sieg im 64er-Tableau (15:12 gegen Martina Olexova/Tsch) erfreute.

Tarchinis glanzloses Comeback

Isabella Tarchini (Team-WM-Vierte 1999) und Diana Romagnoli (WM-Zweite 1999) konnten dagegen trotz ihrer Routine keine Akzente setzen und blieben im 64er-Tableau auf Anhieb auf der Strecke. Das Duo schied fast zeitgleich aus. Tarchini zog gegen die Litauerin Julia Stucinskaite mit 11:15 den Kürzeren. Nach fünfjährigem Unterbruch mit Babypause und einem mittlerweile überwundenen Zwist mit Nationalcoach Rolf Kalich war der Team-WM-Vierten die mangelnde Wettkampfpraxis auf diesem Level anzumerken. "Tarchini wusste zwar, wie sie fechten hätte müssen. Doch sie konnte es nicht umsetzen", bemerkte Kalichs Assistent Manfred Beckmann.

Diana Romagnoli verlor gegen die Schwedin Maria Isaksson (WM-Dritte 2001) mit 11:15. "Mindestens Treffer kassierte Romagnoli, weil sie den Arm zu tief hielt", ärgerte sich Kalich.

Sophie Lamon verzichtete wegen des Hinschiedes ihres Grossvaters mütterlicher Seite auf eine Teilnahme im Degen-Einzel. Die Schweizer Nummer 1 im Degenfechten soll aber im Teamwettbewerb vom Donnerstag starten. Eine Regelung des Schweizerischen Fecht-Verbandes sieht laut Leistungssportchef Gabriel Nigon vor, dass an internationalen Titelkämpfen die Mitglieder des Nationalteams sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb starten müssen. "Hier handelt es sich natürlich um eine Ausnahme", betonte Nationaltrainer Rolf Kalich.

Am Mittwoch steht das Degen-Einzel der Männer mit dem Schweizer Olympia-Hoffnungsträger Marcel Fischer im Programm.

Resultate vom 1. Tag

Degen-Einzel der Frauen. Schweizer Resultate ab 64er-Tableau: Géroudet s. Martina Olexova (Tsch) 15:12. Tarchini u. Julia Stucinskaite (Lit) 12:15. - Romagnoli u. Maria Isaksson (Sd) 11:15. - Vorrundenbilanzen: Romagnoli 4 Siege/1 Niederlage. - Géroudet: 4/1. - Tarchini 3/3.

(bert/Si)

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