Federer: «Alles sieht nun viel besser aus»
publiziert: Dienstag, 9. Sep 2008 / 18:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Sep 2008 / 19:24 Uhr

Roger Federer hatte eine kurze Nacht nach seinem fünften US-Open-Triumph. 20 Minuten Schlaf gönnte er sich, bevor er in zwei amerikanischen Morgenshows seine ersten Medienauftritte am Dienstag hatte.

Roger Federer: «Ich bin glücklich darüber, gezeigt zu haben, dass die Dinge für mich nicht so schlecht stehen, wie einige dachten.»
Roger Federer: «Ich bin glücklich darüber, gezeigt zu haben, dass die Dinge für mich nicht so schlecht stehen, wie einige dachten.»
3 Meldungen im Zusammenhang
«Nach dem Final habe ich es genossen, Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen. Wir haben uns die Highlights der Partie angeschaut», erzählte der Baselbieter. Am späteren Vormittag folgte im Empire State Bulding ein Fotoshooting mit der Trophäe. Am Donnerstag kehrt er erstmals seit den Olympischen Spielen in Peking und dem Gewinn der Goldmedaille im Doppel in die Schweiz zurück, wo am Nachmittag in Basel eine Feier organisiert ist. Noch in New York nahm er sich die Zeit, über die vergangenen Monate und die Zukunft zu sprechen.

Roger Federer, ist dieser Sieg nach den Enttäuschungen in diesem Jahr eine Art Erlösung?

«Ich hatte nie das Gefühl hier gewinnen zu müssen, um etwas zu beweisen. Hätte ich viermal in Folge in der ersten Runde eines Major-Turniers verloren, dann hätte ich etwas beweisen müssen. Aber ich stand in diesem Jahr so oft vor grossen Siegen, dass ich zu keinem Zeitpunkt wirklich besorgt war. Eine Erlösung ist es also nicht wirklich. Ich bin glücklich darüber, gezeigt zu haben, dass die Dinge für mich nicht so schlecht stehen, wie einige dachten. Immer mehr Personen, Psychiater und andere Experten wollten mir ihre Hilfe anbieten. Das war nicht lustig. Ich hoffe, dass sich diese Leute nun beruhigen werden.»

Sie haben während den letzten beiden Wochen mehr Emotionen gezeigt als üblich. Gibt es dafür einen speziellen Grund?

«Ich war sehr glücklich nach dem Olympiasieg mit Stan (Stanislas Wawrinka -- Red.). Wir hatten in Peking eine unglaubliche, sehr emotionale Zeit. Ich denke, ich bin in diesem Gemütszustand geblieben. Hier habe ich einige sehr gute Spieler unter schweren Umständen geschlagen, dies führte zu meinen Gefühlsausbrüchen. Gegen Ende des Turniers und speziell im Final hatte ich alles unter Kontrolle und musste nicht mehr so stark aus mir herausgehen. Das war gut, ich konnte Energie sparen und konzentriert bleiben.»

Sie hatten vor dem Turnier auf die Unterstützung der Tennis-Fans in New York gehofft. Sie wurden nicht enttäuscht.

«Die Eröffnungszeremonie am ersten Montag mit dem Einmarsch der früheren Turniersieger war unglaublich. Der Empfang, der mir bereitet wurde, hat mich wirklich berührt. Danach wurde ich in jedem Match unterstützt. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich nicht der Typ bin, der das wirklich sucht. Wenn es auf natürlichem Weg kommt, ist dies das grösste Kompliment, das ein Spieler bekommen kann.»

Jetzt, wo sie das US Open gewonnen haben, wie fällt ihre Jahresbilanz aus?

«Ich wäre sehr entäuscht gewesen, wenn ich erneut im Final verloren hätte. Für mich wäre es ein verlorenes Jahr gewesen, weil Halbfinals und Finals mir nicht mehr viel bringen. Es geht nur noch ums gewinnen. Mit diesem Titel sieht alles viel besser aus. Obwohl ich in diesem Jahr weniger Turniere gewonnen habe, bin ich zufrieden. Und es folgen noch einige Highlights, auf die ich mich freue, wie der Davis Cup, Basel und das Masters in Shanghai.»

Wie schätzten sie ihre Chancen ein, in der Weltrangliste wieder die Nummer 1 zu werden?

«Rafael Nadal spielt eine unglaubliche Saison. Er hat in den letzten Monaten fast alles gewonnen -- Olympische Spiele, Wimbledon, French Open, Toronto. Ich weiss, dass es sehr schwierig wird, wieder die Nummer 1 zu werden, aber der US-Open-Titel war sicherlich ein wichtiger Schritt dorthin. Mein Fokus richtet sich vorläufig darauf, die Saison gut zu Ende zu bringen. Ich werde dann im nächsten Jahr mehr Möglichkeiten haben, Punkte gutzumachen, speziell bei den Masters-Series-Turnieren, aber auch bei den Grand Slams.»

(Aufgezeichnet von Julien Oberholzer, New York /Si)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Aufatmen um Roger Federer. Nach ... mehr lesen
Gerüchte entkräftet: Roger Federer.
Roger Federer will nicht bei 13 Titeln bleiben.
Das Jahr 2008 hat Federer doch ... mehr lesen
Roger Federer hat aus einem sehr guten doch noch ein hervorragendes Jahr gemacht. Der Baselbieter setzte sich im ... mehr lesen 2
Roger Federer holte sich seinen 13. Grand-Slam-Titel.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
«Es war kein einfacher Entscheid, aber ich habe ihn gefällt, um sicher zu gehen.«
«Es war kein einfacher Entscheid, aber ich habe ihn gefällt, um sicher zu ...
French Open Noch nicht von Rückenbeschwerden erholt  Roger Federer muss für das am Sonntag beginnende French Open Forfait erklären. Der Baselbieter hat sich noch nicht vollständig von seinen Rückenbeschwerden erholt. mehr lesen  
French Open French Open  Roger Federer reist bereits am Dienstag nach Paris, um seinen Rücken so früh wie möglich auf den Sandplätzen von Roland Garros zu testen, wie sein Fitnesscoach Pierre Paganini in Genf verrät. mehr lesen  
ATP Rom  Für Roger Federer ist das Masters-1000-Turnier in Rom zu Ende. Der nicht ganz fitte Baselbieter scheitert in den Achtelfinals am Österreicher Dominic Thiem in zwei Sätzen. mehr lesen  
ATP Rom  Roger Federers glückt das Comeback beim Masters-1000-Turnier in Rom. Nach einem Freilos bezwingt die Weltnummer 2 in der 2. Runde den 19-jährigen Deutschen Alexander Zverev 6:3, 7:5. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • kurol aus Wiesendangen 4
    Das Richtige tun Hatten wir schon, talentierte Spieler wechselten zu Bayern und ... Mi, 01.06.16 12:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • Pacino aus Brittnau 731
    Weltweit . . . . . . wird Hanf konsumiert. Zum Genuss aber auch als Arzneimittel. ... Fr, 22.01.16 08:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    1 : 0 Daesh (IS) vs. Freie Restwelt Es läuft aber immer noch die erst Halbzeit. Verlängerung und ... Di, 17.11.15 22:26
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Wenn die Russen flächendeckend gedopt haben, dann muss man die Ergebnisse sehr genau ... Fr, 13.11.15 10:53
  • jorian aus Dulliken 1754
    5'000'000 zu 0 für die Verschwörungstheoretiker! Was heute um 20:15 schönes kommt! http://www.3sat.de/programm/ ... Do, 22.10.15 19:21
  • jorian aus Dulliken 1754
    Der Fussballgott! Der Name dieses Gottes wird im Hörspiel nicht genannt, dennoch weiss ... Fr, 16.10.15 18:51
  • Koelbi aus Graz 1
    Wir freuen uns... ...auf den Test gegen den Lieblingsnachbarn am 17. November. ... Mo, 12.10.15 03:31
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 6°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 9°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 5°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 6°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 10°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten