Federer, Wawrinka und Schnyder im Achtelfinal
publiziert: Sonntag, 31. Aug 2008 / 21:22 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 31. Aug 2008 / 23:02 Uhr

Roger Federer zog mit einer glänzenden Vorstellung in die Achtelfinals des US Open ein. Es war sein 30. Sieg in Folge in New York. Auch Stanislas Wawrinka und Patty Schnyder stehen in der Runde der letzten 16.

Bei sonnigem Wetter bekamen die Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadion einen stark aufspielenden Federer zu sehen, der Radek Stepanek (Tsch/ATP 30) beim 6:3, 6:3, 6:2 nicht den Hauch einer Chance liess.

Nach zwei unspektakulären Vorstellungen in den ersten beiden Runden begeisterte der Schweizer diesmal mit einigen Schlägen der Marke «Federer» und einer für den Rest des Turniers vielversprechenden Souveränität während der ganzen Spielzeit.

Die Partie hatte kaum begonnen, da führte Federer bereits 3:0, unter anderem dank einem herrlichen Rückhand-Passierball, der ihm das erste Break sicherte.

Der Weltranglisten-Zweite musste zwar später im Satz seinen Service ebenfalls abgeben, doch die Antwort auf Stepaneks kurzen Höhenflug, war überaus eindrücklich: Er nahm seinem Gegner zum zweiten Mal den Aufschlag ab, diesmal zu null. Der Schweizer strahlte eine beindruckende Sicherheit aus.

Federer nur selten in Schwierigkeiten

Stepanek stellte den Doppel-Olympiasieger nur selten vor Schwierigekeiten, doch wenn, war Federer zur Stelle. Als er im dritten Satz beim Stand von 1:1 den zweiten Breakball der Partie gegen sich hatte, servierte der Baselbieter zwei Asse in Folge und zog etwas später auf 3:1 davon. Den Matchball verwertete er mit einem wunderschönen Vorhand-Passierball aus dem Lauf.

Die gestrige Vorstellung kann Federer, der seine letzte Niederlage beim US Open 2003 (gegen Nalbandian) bezog, äusserte zuversichtlich stimmen. Der Schweizer zeigte starke Volleys, überragende Passierbälle und servierte gut. Im Achtelfinal trifft er am Dienstag entweder auf Fernando Verdasco (SP/ATP 13) oder Igor Andrejew (Russ/23). Gegen beide hat er noch nie verloren.

Wawrinka über vier Stunden im Einsatz

Wawrinka (ATP 10) hatte hingegen ein schweres Stück Arbeit zu bewältigen, um sich gegen den Italiener Flavio Cipolla (ATP 142) mit 5:7, 6:7 (4:7), 6:4, 6:0, 6:4 zum dritten Mal in die Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers zu spielen. Der Lucky Loser forderte den Schweizer mit seinem Defensivspiel über zwei Stunden lang erfolgreich und führte mit 2:0 Sätzen, bevor sich die grössere Klasse Wawrinkas durchsetzte.

Wawrinkas Verdienst war es, gegen diesen sehr unangenehmen, ungewöhnlichen Gegner die Nerven zu behalten. Die nicht ganz unabsehbare Wende nahm ihren Beginn gegen Ende des dritten Satzes. Wawrinka schaffte den Servicedurchbruch zum 4:3 und entschied danach die Sätze drei und vier sicher für sich.

Im letzten Umgang wurde der Weltranglisten-Zehnte wieder gefordert. Das entscheidende Break gelang ihm zum 5:4, den Matchball verwertete er nach über vier Stunden Spielzeit. Zum vierten Mal in seiner Karriere konnte Wawrinka einen 0:2-Satzrückstand drehen. Die Partie verlief in angespannter Atmosphäre. Am Ende verweigerte der Italiener Wawrinka den Handschlag, weil er vom Schweizer -- unter anderem durch ein «Come on» bei einem seiner Doppelfehler -- provoziert worden war.

Wawrinka trifft nun auf den Schotten Andy Murray (ATP 6), der sich in fünf Sätzen gegen den Östereicher Jürgen Melzer (ATP 48) durchsetzte. Gegen Murray spielte der Schweizer in diesem Jahr bereits viermal; er verlor die drei Duelle auf Hartplatz jeweils knapp und gewann in Rom auf Sand.

Bacsinszky scheiterte knapp

Timea Bacsinszky fehlten nur zwei Punkte, um gegen Dinara Safina (WTA 7) in die Achtelfinals einzuziehen. Die Waadtländerin führte in der Night Session vom Samstagabend gegen die French-Open- und Olympia-Finalistin 6:3, 5:4 30:15, ehe sie die Partie 6:3, 5:7, 2:6 verlor. «Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe im entscheidenden Moment zu wenig aggressiv gespielt», kommentierte Bascinszky ihre Leistung.

Die Gelegenheit, einen Coup zu landen, wäre für die 19-jährige Westschweizerin ideal gewesen. Safina spielte in den ersten beiden Sätzen überaus schwach, leistete sich 38 unerzwungene Fehler und war bei eigenem Aufschlag ein Schatten ihrer selbst. Im entscheidenden Moment steigerte sich die Schwester von Marat Safin jedoch und liess Bacsinszky keine Chance mehr.

Gute Aussichten für Patty Schnyder

Patty Schnyder (WTA 15) bestritt am späten Sonntagabend ihren Achtelfinal gegen Katarina Srebotnik (WTA 28), die sich überraschend gegen die Vorjahresfinalistin Swetlana Kusnezowa (WTA 4) durchgesetzt hatte. Schnyder gewann ihr Drittrunden-Spiel gegen die Slowakin Magdalena Rybarikova 7:6 (7:4), 6:4.

Für Schnyder ist Srebotnik als Gegnerin ein gutes Omen. Beim diesjährigen French Open schlug die Baselbieterin Srebotnik im Achtelfinal, nachdem diese mit einem Sieg gegen Serena Williams für einen Exploit gesorgt hatte.

Resultate:
Männer. 3. Runde: Roger Federer (Sz/2) s. Radek Stepanek (Tsch 28) 6:3, 6:3, 6:2. Stanislas Wawrinka (Sz/10) s. Flavio Cipolla (It) 5:7, 6:7 (4:7), 6:4, 6:0, 6:4. Rafael Nadal (Sp/1) s. Viktor Troicki (Ser) 6:4, 6:3, 6:0. Kei Nishikori (Jap) s. David Ferrer (Sp/4) 6:4, 6:4, 3:6, 2:6, 7:5. Nikolai Dawidenko (Russ/5) s. Dimitri Tursunow (Russ/26) 6:2, 7:6 (8:6), 6:3. Andy Murray (Scho/6) s. Jürgen Melzer (Ö) 6:7 (5:7), 4:6, 7:6 (7:5), 6:1, 6:3.

Mardy Fish (USA) s. James Blake (USA/9) 6:3, 6:3, 7:6 (7:4). Gaël Monfils (Fr/32) s. David Nalbandian (Arg/7) 6:3, 6:4, 6:2. Sam Querrey (USA) s. Ivo Karlovic (Kro/14) 7:6 (7:5), 7:6 (7:5), 6:2. Juan Martin Del Potro (Arg/17) s. Gilles Simon (Fr/16) 6:4, 6:7 (4:7), 6:1, 3:6, 6:3. Gilles Muller (Lux) s. Nicolas Almagro (Sp/18) 6:7 (3:7), 3:6, 7:6 (7:5), 7:6 (8:6), 7:5.

Frauen. 3. Runde: Patty Schnyder (Sz/15) s. Magdalena Rybarikova (Slk) 7:6 (7:4), 6:4. Dinara Safina (Russ/6) s. Timea Bacsinszky (Sz) 3:6, 7:5, 6:2. Katarina Srebotnik (Sln/28) s. Swetlana Kusnezowa (Russ/3) 6:3, 6:7 (1:7) 6:3. Serena Williams (USA/4) s. Ai Sugiyama (Jap/30) 6:2, 6:1. Venus Williams (USA/7) s. Alona Bondarenko (Ukr/27) 6:2, 6:1. Agnieszka Radwanska (Pol/9) s. Dominika Cibulkova (Slk) 6:0, 6:3. Marion Bartoli (Fr/12) s. Lindsay Davenport (USA/23) 6:1, 7:6 (7:3).

Flavia Pennetta (It/16) s. Nadia Petrowa (Russ/19) 4:6, 6:4, 6:3. Anna-Lena Grönefeld (De) s. Alizé Cornet (Fr/17) 6:4, 7:5. Caroline Wozniacki (Dä/21) s. Victoria Asarenka (WRuss) 6:4, 6:4. Sybille Bammer (Ö/29) s. Tatiana Perebiynis (Ukr) 6:3, 6:0. Amélie Mauresmo (Fr/32) s. Julie Coin (Fr) 6:4, 6:4. Séverine Brémond (Fr) s. Tathiana Garbin (It) 7:5, 3:6, 6:4.

Achtelfinals. Jelena Jankovic (Ser/2) s. Caroline Wozniacki (Dä/21) 3:6, 6:2, 6:1.

Doppel. 2. Runde: Patty Schnyder/Anna-Lena Grönefeld (Sz/De) s. Nadia Petrowa/Francesca Schiavone (Russ/It) 6:7 (3:7), 6:4, 7:6 (7:5).

(dl/Si)

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