Federer im Eiltempo weiter
publiziert: Montag, 17. Jan 2005 / 06:23 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Jan 2005 / 10:38 Uhr

Roger Federer ist der Auftakt ins Australian Open wunschgemäss gelungen. Der Titelverteidiger brauchte nur 94 Minuten, um durch ein 6:1, 6:1, 6:2 gegen Fabrice Santoro (Fr, ATP 49) in die 2. Runde einzuziehen.

Konzentrierte Schläge wie aus dem Lehrbuch: Roger Federer in seinem Auftaktmatch.
Konzentrierte Schläge wie aus dem Lehrbuch: Roger Federer in seinem Auftaktmatch.
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Falls noch irgendwelche leichte Zweifel am Formstand Federers bestanden hatten, waren sie nach wenigen Ballwechseln ausgeräumt: Nach fünf Minuten stand es 3:0 und wartete Santoro (ATP 49) immer noch auf seinen ersten Punktgewinn, nach elf Minuten führte Federer 5:0, nach 17 Minuten war die eindrückliche Machtdemonstration im ersten Satz mit 6:1 beendet. "Die erste Viertelstunde spielt er jeweils einfach unglaublich", anerkannte Santoro, der durch Magenprobleme leicht handicapiert war.

54:9 Gewinnschläge

Anschliessend glich sich das Geschehen mehr aus, das Skore blieb aber beinahe unverändert -- auch, weil der Wahlgenfer keinen seiner insgesamt sechs Breakbälle verwerten konnte. "Es war ein guter Start für mich. Ich habe ihm nie die Chance gegeben, ins Spiel zurückzukommen", so Federer, der gegen Santoro seit fünf Partien ohne Satzverlust ist und bei den Gewinnschlägen mit 54:9 dominierte. Federer hat in diesem Jahr noch keines seiner 54 Aufschlagsspiele abgegeben.

Der Nächste, der sich an der extrem schwierigen Aufgabe versucht, mindestens diesen Teilerfolg zu erringen oder sogar den Federer-Ferrari nach 22 erfolgreichen "Fahrten" ins Schleudern zu bringen, ist der Japaner Takao Suzuki. Der 28-jährige Qualifikant bezwang den seit längerem kriselnden Amerikaner Jan-Michael Gambill (ATP 90) diskussionslos und kam dadurch zu seinem erst zweiten Sieg in einem Major-Hauptfeld.

Roche: "Eine Ehre für mich"

In der Federer-Ecke sass gegen Santoro nebst den "Üblichen" (Mirka Vavrinec, Reto Staubli, Pavel Kovac, Yves Allegro) und Davis-Cup-Captain Ivo Werner auch erstmals bei einem offiziellen Spiel Tony Roche. Der Australier verliess aber die Rod Laver Arena nach zwei Sätzen, um sich einem weiteren Schützling, Sophie Ferguson, zu widmen. Die Zusammenarbeit zwischen Federer und Roche ist noch nicht genau definiert: "Wir haben noch nicht entschieden, wohin er kommt, werden dies aber wohl hier machen", so Federer.

Roche, der am vergangenen Samstag an den Yarra River geflogen ist, äusserte sich nach dem Final in Kooyong erstmals kurz zur Zusammenarbeit. "Es war eine Ehre für mich, dass Roger mich anfragte", sagte der 59-Jährige aus dem Staat New South Wales gegenüber der "Times" aus London. "Ich habe nun das Glück, mit drei der besten Spieler aller Zeiten gearbeitet zu haben."

Anthony Dalton Roche, selber einst Einzelchampion am French Open und achtfacher Sieger bei Doppel-Majors, führte früher schon Ivan Lendl und Patrick Rafter zu Grand-Slam-Weihen und zur Nummer 1. Obwohl der Tscheche, im Gegensatz zu Federer, seine Erfolge fast nur dank extrem harter Arbeit erreicht hat, sieht Roche Parallelen zwischen ihm und Federer: "Als Lendl die Nummer 1 wurde, wollte er nachher noch härter arbeiten, um die Nummer 1 zu bleiben. Dasselbe gilt für Roger. Er will unbedingt ganz oben bleiben, und ich werde alles tun, um ihm dabei zu helfen."

Der Schweizer gilt jetzt schon als technisch perfektester Spieler aller Zeiten. Roche glaubt aber, dass er sein Spiel weiter verbessern kann: "Es gibt immer noch Dinge, an denen man arbeiten kann, auch wenn man die Nummer 1 ist."

(Marco Keller, Melbourne/Si)

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